Thüringen
Umstrittener Kandidat verzichtet auf Amt des Kulturministers

Nach der andauernden Kritik an seiner Mitarbeit in rechtslastigen Medien hat der designierte Thüringer Kultusminister Peter Krause (CDU) seinen Verzicht auf das Amt erklärt.

HB ERFURT. Die heftigen Auseinandersetzungen der vergangenen Tage ließen keine sachliche Verteidigung mehr zu, teilte Krause am Montag in Erfurt mit. „Ich sehe keine Möglichkeit, das sensible Amt in angemessener Sachlichkeit erfolgreich ausüben zu können.“ Krause sollte am Donnerstag im Parlament vereidigt werden.

Krause war 1998 vier Monate bei der Zeitung „Junge Freiheit“ angestellt und hatte auch für das „Ostpreußenblatt“ und die Zeitschrift „Etappe“ geschrieben. Landtagsopposition, Deutscher Gewerkschaftsbund und Jüdische Landesgemeinde hatten diese Aktivitäten stark kritisiert.

Er könne verstehen, dass dieser Arbeit Skepsis entgegengebracht werde. Seine Texte seien jedoch über jeden Zweifel erhaben. „Obwohl seit mehr als einer Woche intensiv nach „umstrittenen“ Zitaten von mir gefahndet wird, haben meine Kritiker nichts gefunden: Deshalb werden Verdrehungen und Entstellungen skandalisiert“, heißt es in der Mitteilung. Diese Auseinandersetzung, die auch in sein Privatleben eingreife, wolle er nicht länger führen.

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