Thüringen vor Rot-Rot-Grün
Ramelow möchte es allen beweisen

Vor dem mit Spannung erwarteten ersten Wahlgang für Bodo Ramelow am Freitag, hat das Rot-rot-Grüne Parteienbündnis in Thüringen den Koalitionsvertrag unterschrieben. Die CDU übt sich derweil im Pläne schmieden.
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BerlinLinkspartei, SPD und Grüne in Thüringen haben am Donnerstag den Koalitionsvertrag für eine gemeinsame Landesregierung unterzeichnet. Am Freitag soll der Landtag in Erfurt den Linkspartei-Politiker Bodo Ramelow zum Ministerpräsidenten wählen. Die drei Parteien verfügen im Erfurter Landtag über eine Mehrheit von einer Stimme. Ramelow wäre der erste Ministerpräsident der Linkspartei in der Geschichte der Bundesrepublik.

CDU-Fraktionschef Mike Mohring sagte im Deutschlandfunk, dass er mit mehreren Wahlgängen rechne. „Da wir davon ausgehen, dass Bodo Ramelow im ersten Wahlgang scheitert, werden wir uns dann erneut zusammensetzen“, kündigte er an. Das CDU-Präsidium hatte zunächst entschieden, einen Gegenkandidaten aufzustellen, dann aber am Dienstag beschlossen, mit einer Entscheidung bis nach dem ersten Wahlgang zu warten.

Einen Gegenkandidat könnte die CDU am Freitag kurzfristig für den dritten Wahlgang aufstellen, falls Ramelow zuvor nicht alle Stimmen von Linken, SPD und Grünen erhalten sollte. Dann gilt eine einfache Mehrheit der Stimmen. Mohring schloss auch eine Koalition der CDU mit der AfD aus. Sollte Ramelow scheitern, sollten SPD und Grüne erneut überlegen, ob sie nicht doch mit der Union koalieren wollten.

Doch Ramelow möchte es allen beweisen, dass ein Linker regieren kann. Bei einem Erfolg würde Ramelow seiner Partei, die bisher nur mitregiert wie derzeit in Brandenburg, zu einem gewaltigen Schritt nach vorn im politischen Establishment der Bundesrepublik verhelfen. Wer ist der ambitionierte Mann?

Sozialist und Christ, sagt Ramelow von sich. Protestant steht in seiner Abgeordnetenvita – eher selten bei einem Linken in Ostdeutschland. Öffentlich bekennt er sich auch zu seiner Legasthenie, unter der Rechtschreibschwäche habe er als Kind sehr gelitten. Der 58-Jährige mag Öffentlichkeit: In sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter und seinem Internettagebuch lässt er viele an seinem Leben teilhaben.

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  • as soll eigentich das geanze Geplärre der CDU?
    Sie sind doch nicht besser mit ihren vielen ehemaligen SED-Kadern und vor allem ihrer IM Erika
    Geben wir Ramelow doch eine Chance

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