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06.07.2008 
Energiepolitik

Tiefensee treibt Ausbau der Windenergie voran

Vor dem Hintergrund weiter steigender Energiepreise will die Bundesregierung die Windkraft ausbauen.

Windparks in Nord- und Ostsee sollen dabei helfen, Deutschland unabhängiger von Energielieferungen aus dem Ausland zu machen. Foto: dpa.

Windparks in Nord- und Ostsee sollen dabei helfen, Deutschland unabhängiger von Energielieferungen aus dem Ausland zu machen. Foto: dpa.

HB BERLIN. Große Anlagen sollen in der Nord- und Ostsee aufgestellt werden, berichtet die "Welt am Sonntag". Hierzu habe Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee (SPD) einen Raumordnungsplan zum Bau von bis zu 30 Offshore-Windparks fertiggestellt. "Wir setzen auf regenerative Energien und nicht auf Atomkraft", sagte Tiefensee. "Der Raumordnungsplan ist jetzt ein erster Schritt dafür, dass 25 000 Megawatt bis 2030 aus der Windenergie kommen."

Bundesregierung und Energiewirtschaft seien sich einig, dass die Investition in die Windparks sinnvoll sei. "Dies gilt umso mehr, je stärker der Ölpreis steigt. Die zahlreichen Anträge der Investoren belegen die Wirtschaftlichkeit", sagte Tiefensee.

Bald schon sollen über 2000 im Wasser aufgestellte Windmühlen eine Gesamtkapazität von knapp 11 000 Megawatt Strom liefern. Die ersten Anlagen würden noch in diesem Jahr vor der Insel Borkum gebaut.

Ziel der Bundesregierung sei es, Deutschland mit den Windparks in Nord- und Ostsee unabhängiger von Energielieferungen aus dem Ausland zu machen. Zugleich bemühe sie sich, sowohl dem Naturschutz als auch den Interessen des Tourismus Rechnung zu tragen.

Laut dem Raumordnungsplan würden die Windparks fernab der Küste jenseits der Zwölf-Seemeilen-Grenze mit relativ großen Wassertiefen von 30 bis 40 Metern gebaut. Jeder Windpark wird laut den Plänen rund eine Milliarde Euro kosten. Dazu kommen bis zu 100 Kilometer lange Kabel, die von den Windparks zum Festland verlegt werden müssten.

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