5 Bewertungen ***
08.01.2009 
Konjunkturpaket

Tiefensee will mehr Geld für das Auto der Zukunft

von Peter Thelen

Auto fahren und gleichzeitig die Umwelt schonen: Das soll nach Ansicht von Verkehrsminister Tiefensee schon sehr bald möglich sein. Mit dem neuen Konjunkturpaket will er deshalb die Entwicklung umweltfreundlicher Autos fördern - und rennt damit offene Türen ein.

Unterstützung für Umwelt-Autos fordert Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee. Foto: dpaLupe

Unterstützung für Umwelt-Autos fordert Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee. Foto: dpa

BERLIN. Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee ( SPD) will mit Hilfe des zweiten Konjunkturprogramms, über das die Koalition am Montag entscheidet, die Entwicklung umweltfreundlicher Autos durch deutsche Autohersteller schneller vorantreiben. "Mit einem dreistelligen Millionenbetrag können wir die Einführung von Batterie- und Brennstoffzellenfahrzeugen beschleunigen", sagte der Minister dem Handelsblatt. Das sei gut angelegtes Geld; es nutze der Umwelt und sichere Arbeitsplätze in der Autoindustrie, indem es ihr Wettbewerbsvorteile in der Zukunft verschaffe.

Mit dem Geld will Tiefensee gezielt die Entwicklung von Elektroautos fördern. "Im Rahmen der Clean Energy Partnership arbeiten schon heute Industrie, Forschung und Politik an diesem Zukunftsthema", sagte Tiefensee. Zur Clean Energy Partnership gehört unter anderem das im vergangenen Jahr gestartete Nationale Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie, für das der Bund und die Wirtschaft insgesamt eine Milliarde Euro aufbringen wollen. "Daran werden wir für ein vergleichbares Marktvorbereitungsprogramm zur Elektromobilität anknüpfen, um den Weg über Forschung, Entwicklung und Demonstrationsprogramme bis zur Marktvorbereitung zu ebnen," sagte Tiefensee.

Derzeit wird von Unternehmen wie Daimler, BMW, Volkswagen und Opel an verschiedenen Technologien als Alternative zum klassischen Verbrennungsmotor gearbeitet. Bei der Brennstoffzelle geht es darum, aus Wasserstoff und Sauerstoff über eine elektrochemische Reaktion Strom zu produzieren. Beim Hybridantrieb wird ein Elektroantrieb im Auto mit einem Verbrennungsmotor kombiniert.

Am weitesten ist die Entwicklung bei reinen Elektroautos. So will BMW ab dem Frühjahr 50 Elektro-Minis in Berlin testen, die an Ladesäulen von Vattenfall Ökostrom tanken können. Weitere 50 Elektroautos sollen in London und 500 in den USA eingesetzt werden.

Artikel bewerten:
  • 1 Stern
  • 2 Sterne
  • 3 Sterne
  • 4 Sterne
  • 5 Sterne

Beiträge zum Thema

Anzeige

Weitere Beiträge aus dem Ressort

Anzeige

Blogkommentare zu diesem Artikel

weiterBildergalerien

zurück
  • Reif für die Senioren-Union? 60 Jah...

    Reif für die Senioren-Union? 60 Jahre Seehofer

    Als er als Ministerpräsident nach Bayern kam, schmiss er alle über 60-Jährigen aus dem Kabinett. Jetzt erreicht der bayrische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende Horst Seehofer selbst die magische Grenze. Doch das wird er durchstehen – wie er schon so manch...Bildergalerie 

  • G8-Gipfelorte: Inseln, Festungen, P...

    G8-Gipfelorte: Inseln, Festungen, Paläste

    G8-Gipfel sind nicht ohne Demonstranten denkbar. 1999 fand der letzte „normale“ Gipfel statt – in Köln. Seither igeln sich die Staatschefs an schwer zugänglichen Orten ein. Ein Rückblick.Bildergalerie 

  • Große Koalition: Bilanz mit Schönhe...

    Große Koalition: Bilanz mit Schönheitsfehlern

    Die Finanz- und Wirtschaftskrise bestimmt die Tagesordnung des Parlaments seit bald einem Jahr - und hat mit dazu beigetragen, dass die Große Koalition mehr Gesetze beschlossen hat als einst die Regierung von Kanzler Gerhard Schröder in der Legislaturperiode ...Bildergalerie 

vor

 

 

Vorhersage Deutschland

Handelsblatt Experten + Meinungen

Handelsblatt-Kommentar

Steinbrücks schlechte Bad-Bank-Tricks  Artikel in Merkliste

03.07.2009 von Peter Köhler

Mit den Bad Banks sollten vor allem die öffentlich-rechtlichen Institute ihre Bilanzen entgiften und danach ihre „sauberen“ Kernbanken zu schlagkräftigeren Einheiten formieren. Doch das Bad-Bank-Modell des Bundes für die Landesbanken ist schon vor dem Start zum Scheitern verurteilt. Kommentar

Handelsblatt-Kommentar

Schweizer Eigentore  Artikel in Merkliste

03.07.2009 von Torsten Riecke

Die Schweiz hat ein echtes PR-Problem. Das Bild des Schweizer Bundespräsidenten Hans-Rudolf Merz, der sich dem deutschen Finanzminister Peer Steinbrück beugt, ist in Erinnerung geblieben. Es war nicht der letzte Fauxpas des Schweizers. Kommentar

Handelsblatt Marktplatz

Über 220 000 Seminare zu 120 Themen. Aktuell: Abendseminare mit Spitzen-Trainern. Weiter