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17.09.2008 
Antwort auf Gesundheitsfonds

TK und IKK-Direkt fusionieren zu größter Krankenkasse

Die Techniker Krankenkasse und die IKK Direkt wollen Anfang 2009 zur größten deutschen Krankenkasse verschmelzen. Die neue Kasse wird ab 1. Januar unter dem Namen Techniker Krankenkasse (TK) 7,1 Millionen Menschen versichern.

HB HAMBURG. "Mit der Fusion wollen wir uns gut aufstellen für die Welt des Gesundheitsfonds", sagte eine TK-Sprecherin. Absolute Größe sei künftig wichtig. Durch die Fusion gewinnen die beiden Kassen eine bessere Marktposition, sagte TK-Chef Norbert Klusen der "Bild"-Zeitung und fügte hinzu: "Dadurch verbessern wir unsere Chancen, keinen Zusatzbeitrag erheben zu müssen."

Auch der Vorstandsvorsitzende der IKK Direkt, Ralf Hermes, bezeichnete die Fusion als Antwort auf Gesundheitsfonds und Einheitsbeitrag. "Der Einheitsbeitrag nimmt der IKK direkt ihren Preisvorteil. Darauf mussten wir reagieren", sagte er dem Blatt. Noch steht die Zustimmung des TK-Verwaltungsrates aus, der am 26. September tagt. Die Zustimmung gilt der Sprecherin zufolge als sicher. Der Verwaltungsrat der IKK Direkt hatte der Entscheidung am Montag bereits zugestimmt.

Die TK bringt als derzeit zweitgrößte deutsche Krankenkasse nach eigenen Angaben rund 6,3 Millionen Versicherte ein, die als besonders günstig geltende IKK Direkt weitere 830.000. Bisher ist die Barmer Ersatzkasse mit rund sieben Millionen Versicherten zahlenmäßig die Nummer eins unter den Krankenkassen. Der Gesundheitsfonds gilt als Herzstück der Gesundheitsreform. Ziel ist, die Finanzströme der Krankenversicherung zu bündeln und für mehr Transparenz und Gerechtigkeit zu sorgen. Dafür legt die Bundesregierung Anfang Oktober einen für alle Krankenkassen einheitlichen Beitragssatz fest, der ab Januar 2009 gelten soll.

Sollten Kassen mit dem ihnen aus dem Fonds zugewiesenen Geld nicht auskommen, dürfen sie von den Versicherten einen festgelegten Zusatzbeitrag verlangen. Wie hoch der Einheitsbetrag sein wird, ist noch offen. Die Kassen sagen voraus, dass er deutlich über dem jetzigen Durchschnitt von 14,9 Prozent liegen werde.

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