Tornados gegen den IS Mit Oldtimern in den Krieg

Betagt, aber besser als ihr Ruf: Deutschland schickt deutsche Aufklärungsflugzeuge vom Typ Tornado in den Kampf gegen die Terrormiliz IS. Inwieweit sie den dortigen Einsatzkräften helfen können, ist aber umstritten.
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Die Tornados sind zwar schon betagt, aber mit modernster Technik ausgestattet. Quelle: dapd
Tornado-Auflärungsflugzeug

Die Tornados sind zwar schon betagt, aber mit modernster Technik ausgestattet.

(Foto: dapd)

FrankfurtDiese alten Kisten, werden viele vielleicht gesagt haben, als sie vom Einsatz deutscher Tornados im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gehört. Tatsächlich sind die Flugzeuge mittlerweile in die Jahre gekommen. Die ersten wurden bereits 1981 an die Bundeswehr ausgeliefert.

Und wer immer dieses Flugzeugmuster fliegt – ob Deutschland, Großbritannien oder auch Italien – alle Länder arbeiten an einer Ablösung der Flugzeuge. Und doch ist der Tornado in mancher Hinsicht besser als sein eigener Ruf und auch der der Bundeswehr-Technik allgemein.

Denn auch, wenn der Flieger schon viele Jahre auf dem Buckel hat, in seinem Innern beherbergt er modernste Technologie, die in den vergangenen Jahren nachgerüstet wurde. Das gilt vor allem für die sogenannten Recce-Tornados. Recce steht für den angelsächsischen Begriff „reconnaissance“ und bedeutet „Aufklärung“. Ein Teil der eigentlich für Luftangriffe konzipierten Tornado-Jets der Bundeswehr sind mit dieser Technologie ausgestattet.

Dazu wurden in einem Behälter unter dem Rumpf optische Kameras und Infrarotscanner installiert. Die Technik ist digital, die Daten können noch während des Fluges an die Bodenstationen übermittelt werden. Dabei denkt das System mit.

Es hängt sich an ein Ziel, die Kamera etwa schwenkt mit, wenn das Flugzeug einem Angreifer ausweichen muss. Und aus den Einzelbildern kann ein Gesamtbild erstellt werden, um die Situation am Boden noch besser beurteilen zu können. Die so gewonnenen Daten helfen Kampfjets zum Beispiel dabei, ihre Ziele besser zu finden.

80 Tornados statt 360
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42 Kommentare zu "Tornados gegen den IS: Mit Oldtimern in den Krieg"

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  • Hurra, auf in den Krieg.
    Jetzt darf wieder über Waffensysteme, Truppenstärken und der Effizienz von Bomben und Raketen vom sofa aus gefachsimpelt werden.
    Wir sind endlich wieder dabei!
    Der Feind wird einfach ausgelöscht! Bumm, bumm.
    Auch wenn nicht mal ganz klar ist, wer denn eigentlich genau der Feind ist
    Egal. Erstmal alles was irgendwie mit islam und -ismus zu tun hat.
    Wir bomben sozusagen auf sichtweite, wobei die Tornados ja die sichtweite - zumindest optisch - ungemein erweitern sollen...

    "Haben sie überhaupt gedient?" Nein? Dann maulhalten! und zurück ins Glied.
    Jetzt sprechen wieder die Waffen, so wie einst Kaiser wilhelm zwo den Kriegseintritt begründet hatte: "Es muss reiner Tisch geschaffen werden!"

    Die Frage, ob denn der "IS" womöglich den deutschen kriegseintritt als kampfansage sieht, auf die mit den entsprechenden Kriegerischen Miteln des Terrorismus geantwortet wird, darf bequem vom sofa aus gevoted werden:
    Glauben sie dass der IS Deutschland ins visier nehmen wird?
    (Zutreffendes bitte ankreuzen)

    [_] Ja
    [_] Nein
    [_} Weiss nicht
    [_] ist mir scheissegal, solange die Bundesliga weter stattfindet

    Die Auswertung wird wertvolle Informationen für unser sicherheitskonzept beitragen..

    P.S. Wer Ironie oder Sarkasmus findet, darf beides behalten und vor allem sich seine Gdanken darüber machen.

  • wSo sieht es aus. Und wer glaubt, besonders die USA hätten echtes Interesse daran, den Terror wo auch immer auszulöschen oder zu verhindern der irrt ebenso. w

  • Und Deutschland spielt weltpolitisch in der Liga in der man auch Verantwortung über nehmen muss.

    Leider nicht gegenüber dem eigenen Volk. Das wird ausgenommen. Und lebt zusehens gefährlicher. Auch Sie. Werden Sie noch merken.

  • Herr Schmidt, wer sollte denn Ihrer Meinung nach die Regierung bilden? Aus Ihrer Kommentierung bleibt ja kein Mitglied des aktuellen Kabinetts übrig. Die Einschätzung, dass eine Wanderung von Süd nach Nord einsetzen könnte, ist nicht erst seit dem arabischen Frühling bekannt.

  • Tatsächlich? Aber nur bei Ihnen. w

  • >bekommt jeder ein rechts staatliches Verfahren

    Na sicher doch. Zumal die Refugees etwas gleicher sind und das wissen. Davon abgesehen - wie lange dauert so ein Vwefahren im Schnitt? Wieviele sind noch offen?

    Die Genfer Dingsbums! Ich bitte Sie! Wen interessiert die? Nicht mal die GRÜNEN. Und die "Kriegsführenden" Parteien schon garnicht. Doch helfen Sie ruhig weiter. Und hoffen Sie auf Dank.

  • Nun Herr Schmidt,
    Ich verteidige nicht Ihre Regierung. Und Sie haben fast durchgängig Recht. De facto kann es so nicht weitergehen. Zäune sind aber nicht die Lösung. Ich kenne Ihren Vortrag nicht und weiss auch nicht, wie die Fluchtursachen in Afrika und Asien einschätzen. Für die meisten Ursachen trägt die Erste Welt die Verantwortung. Wohlgemerkt, nicht für alle.
    Und Deutschland spielt weltpolitisch in der Liga in der man auch Verantwortung über nehmen muss. Dazu gehört auch aktives Handeln. Dazu muss man aber nicht dumm daherschwaetzen, wie Söder oder Orban in Bayerische Staatskanzlei einladen.

  • Ich wusste, dass Sie das so kommentieren werden. Daher meinen Dank. Offensichtlich gehen Ihnen glaubhafte Argumente aus. Schade, denn so ist es schwierig auf Augenhöhe zu kommunizieren. Mit sachdienlichen Argumenten finden wir eine Basis.

    Luegenpresse, Merkel muss weg etc. Sind doch nun wirklich oberflächliches Geschwätz. Meinen Sie das man mit solchen Ausdrücken in die deutsche Gesellschaft integriert ist.

  • Der Link führt zu einem Virus!

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

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