Totengebet in Frankfurt
Hassprediger dürfen nicht für Osama beten

Darf man sich über Bin Ladens Tod freuen? muss sich Angela Merkel fragen lassen. Doch darf man seinen Tod öffentlich betrauern? Islamisten wie Pierre Vogel wollen ein Totengebet für den Terror-Chef - mitten in Frankfurt.
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Frankfurt"Ich freue mich, dass es gelungen ist, bin Laden zu töten." Mit ihrer Reaktion auf den Tod des Topterroristen löste Bundeskanzlerin Merkel eine Welle der Empörung und Kritik aus - auch in der eigenen Partei: "Man kann sich als Mensch und erst recht nicht als Christ über den Tod eines Menschen freuen", sagte etwa der katholische Militärbischof Franz-Josef Overbeck. Die stellvertretende Vorsitzende der Unions-Bundestagsfraktion, Ingrid Fischbach, kritisierte, auch christlicher Sicht sei es nicht angemessen, Freude über die gezielte Tötung eines Menschen zu äußern.

"Ich hätte das nicht so formuliert. Das sind Rachegedanken, die man nicht hegen sollte. Das ist Mittelalter", sagte der Vorsitzende des Bundestags-Rechtsauschusses, Siegfried Kauder, der "Passauer Neuen Presse". "Ich freue mich nicht, dass ein Mensch gestorben ist", sagte auch der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU, Philipp Mißfelder, am Mittwoch. Sowohl der CDU-Außenpolitiker Ruprecht Polenz als auch CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe verteidigten dagegen die Kanzlerin.

Nun könnte die Debatte eine neue Richtung bekommen: Denn Extremisten um den Islamisten Pierre Vogel haben für kommenden Samstag unter dem Titel "Wie erreicht man den Frieden auf der Welt" ein Totengebet für den getöteten Terroristenführer angemeldet - mitten in der Frankfurter Innenstadt, wie die Stadtverwaltung am Mittwoch berichtete.

Die Stadt Frankfurt am Main hat das öffentliche Totengebet allerdings verboten: Diese "öffentliche Verhöhnung der Opfer vom 11. September und zahlreicher weiterer Opfer des islamistischen Terrors" sei unter keinen Umständen hinnehmbar, begründete Ordnungsdezernent Volker Stein (FDP) seine Entscheidung. Ob die Veranstalter dagegen beim Verwaltungsgericht Beschwerde einlegen wollen, war zunächst unklar.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Totengebet in Frankfurt: Hassprediger dürfen nicht für Osama beten"

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  • Kommmst du mit der Technik nicht klar ? Dreimal das selbe. Was ist die Junge Welt ? Denglisch, 200 Jahre Kleist was habt ihr daraus gemacht ? Eins hat der Kommunismus bewiesen er kann jede Menge Opfer produzieren Millionen an Tote sind Zeuge genug. Welche Demokratie meinst du überhaupt ? Die der Lohnabhängigen oder die der wenigen Reichen ? Der kann singen was er will nur hat er zu akzeptieren das der Kalaschnikowwwww Mann sein offene Rechnung bezahlen musste ob er wollte oder nicht weg isser.


  • neoliberalen Schwachsinns?--- Du bist einer der die Junge Welt Liest ,ein Linker ,


    Wieviel Nationalsozialismus steckt in der Linkspartei?

    Die in Nordrhein-Westfalen durch eine Duldung der rotgrünen Minderheitsregierung faktisch mitregierende und in Duisburg als offizieller Bündnispartner von SPD und Grünen im Kommunalparlament fungierende Linkspartei bietet auf dem Server ihrer Kreisverbandes Duisburg ein Flugblatt an, das in seinem Antisemitismus mit dem vergleichbar ist, was vom mit ihr offenbar geistesverwandten braunen Sumpf in dieser Hinsicht an Abscheulichkeiten bekannt ist. Die Antidemokraten empfehlen ihren Genossen, die Hetzschrift auszudrucken und zu verbreiten. Daneben gibt es Aufkleber, mit denen die Kommunisten Geschäfte stigmatisieren sollen, die Waren aus Israel anbieten. Man bemüht sich noch nicht einmal mehr, den Antisemitismus hinter den Tarnbegriff “Israelkritik” zu verstecken. Ganz offen wird auf "religiöse Quellen" als angebliche Ursache für die
    http://haolam.de/index.php?site=artikeldetail&id=5166


  • neoliberalen Schwachsinns?--- Du bist einer der die Junge Welt Liest ,ein Linker ,


    Wieviel Nationalsozialismus steckt in der Linkspartei?

    Die in Nordrhein-Westfalen durch eine Duldung der rotgrünen Minderheitsregierung faktisch mitregierende und in Duisburg als offizieller Bündnispartner von SPD und Grünen im Kommunalparlament fungierende Linkspartei bietet auf dem Server ihrer Kreisverbandes Duisburg ein Flugblatt an, das in seinem Antisemitismus mit dem vergleichbar ist, was vom mit ihr offenbar geistesverwandten braunen Sumpf in dieser Hinsicht an Abscheulichkeiten bekannt ist. Die Antidemokraten empfehlen ihren Genossen, die Hetzschrift auszudrucken und zu verbreiten. Daneben gibt es Aufkleber, mit denen die Kommunisten Geschäfte stigmatisieren sollen, die Waren aus Israel anbieten. Man bemüht sich noch nicht einmal mehr, den Antisemitismus hinter den Tarnbegriff “Israelkritik” zu verstecken. Ganz offen wird auf "religiöse Quellen" als angebliche Ursache für die
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