Tourismuswirtschaft fordert Verbesserungen in der Infrastruktur
Schily fordert zur Fußball-WM weltoffene Atmosphäre

Als Gastgeber der Fußball-Weltmeisterschaft wird Deutschland 2006 perfekte Sihcerheitsbedingungen schaffen, sollte das aber mit einer weltoffenen Atmosphäre verbinden. Das erklärte Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) am Dienstag auf dem Tourismusgipfel in Berlin.

HB BERLIN. „Wir werden eine perfekte Sicherheit organisieren“, sagte Schily. Man müsse dabei aber einen entspannten Ton treffen. „Wir wollen uns zur Fußball-Weltmeisterschaft auch als besonders freundlich und weltoffen präsentieren.“ Das müsse noch trainiert werden, vom Taxifahrer bis hin zum Polizeibeamten. „Wir dürfen unser Land nicht wie Oberjammergau betrachten.“

Für die Wirtschaft rufe die WM für Deutschland zusätzliche Investitionen im Wert von 5,5 Milliarden Euro hervor, sagte Schily. Der Tourismus rechne mit fünf Millionen zusätzlichen Übernachtungen durch die gut eine Million ausländischen Gäste. Dies bedeute Mehreinnahmen im Fremdenverkehr von etwa drei Milliarden Euro. Bei den organisatorischen Vorbereitungen liege Deutschland voll im Plan.

Die Tourismusbranche investiert in die WM auch mit Blick auf die Zeit danach. „Wir sind sehr zuversichtlich, dass der Tourismus in Deutschland von der WM auch in den folgenden Jahren erheblich profitieren wird“, sagte die Vorstandsvorsitzende der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT), Petra Hedorfer.

Die Tourismuswirtschaft forderte weitere Verbesserungen vor allem bei der Verkehrsinfrastruktur. Dies dürfe nicht von Einnahmen aus der Lkw-Maut Sparzwängen der öffentlichen Haushalte abhängen, sagte der Präsident des Bundesverbandes Tourismuswirtschaft (BTW), Klaus Laepple. Bereits eingeplante Mittel für Stadionzufahrten wie in Köln dürften zunächst nicht noch einmal gestrichen werden. „Und keinesfalls darf der Abruf verfügbarer EU-Mittel an fehlenden deutschen Eigenanteilen scheitern“, sagte Laepple. Einschränkungen durch Ladenschlussgesetz und Sperrzeiten für die Gastronomie sollten sich bis 2006 erledigt haben.

Schily schloss sich der Branchen-Forderung nach Lockerungen bei Nachtflugverboten an. Die Bundesländer müssten die Flugeinschränkungen während der WM flexibel handhaben und für die teilnehmenden Mannschaften aufheben. „Alles andere wäre ja wohl ein Schildbürgerstreich“, sagte Schily.

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