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02.01.2005 
Region braucht das Geld

Tourismuswirtschaft warnt vor Reiseboykott

Die Flutkatastrophe sollte nicht dazu führen, dass Touristen die Region nach einem Wiederaufbau meiden. Die Länder dürften nicht ein zweites Mal bestraft werden, meint der deutsche Tourismusverband.

HB BERLIN. Die von der Flutkatastrophe betroffenen Länder im Südosten Asiens sollten nach einem Wiederaufbau nicht von Touristen gemieden werden. «Diese Länder dürften nicht durch einen Reiseboykott ein zweites Mal bestraft werden, da die Bewohner dort in einem großem Maße vom Tourismus abhängig sind», sagte Präsident des Bundesverbandes Deutsche Tourismuswirtschaft, Klaus Laepple, der «Bild am Sonntag» (Bams).

«Neben der Hilfe aus aller Welt für den Wiederaufbau der zerstörten Regionen ist die beste Unterstützung, wenn die Touristen danach zügig wieder in die betroffenen Regionen reisen», sagte er weiter. Der Verbandschef schätzt ach eigener Aussage, dass es ein bis zwei Jahre dauern wird, bis die betroffenen Gebiete wieder ganz aufgebaut sind.

Nach Auffassung von Karl Born, Tourismusexperte an der Hochschule Harz, wird die Katastrophe aber nicht so schnell wieder vergessen: «Die vielen deutschen Opfer und die Rund-um-die-Uhr-Berichterstattung wird lange in den Köpfen der Menschen bleiben», sagte er der Zeitung. Born rechnet aber nicht damit, dass andere Reiseziele von der Katastrophe profitieren werden: «Ich gehe eher von einer generellen Reisezurückhaltung aus.»

Um den Tourismus in der Region anzukurbeln werden, so schätzen beide Experten, werden auch die Reisen günstiger werden. «Und dann werden die Urlauber auch wieder nach Asien reisen», sagte Born laut «Bams». Der Preis schlage die Angst.

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