Treffen in Berlin
„Milchgipfel“ bringt Ergebnisse

Die Bundesregierung hat sich im monatelangen Streit über die Milchpreise mit Vertretern von Landwirtschaft, Handel und Molkereien auf Maßnahmen zu einer besseren Steuerung der Milchmengen verständigt. Dies ist das Resultat des sogenannten "Milchgipfels", der am Dienstag in Berlin stattfand.

HB BERLIN. Landwirtschaftsminister Horst Seehofer (CSU) will auf deutscher und europäischer Ebene die Weichen für kostendeckende Milchpreise stellen: "Ich bin da Optimist, dass wir das Ziel (...) in überschaubarer Zeit erreichen". Er sprach von einem "Durchbruch", weil der Einzelhandel zugesagt habe, eine leistungsstarke Ernährungsindustrie zu sichern. Der Handel lehnte allerdings konkrete Preiszusagen ab. Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter bewertete die Pläne von Bund und Ländern zur Senkung der Milchmenge positiv. "Wir sehen den Gipfel als ganz, ganz wichtigen Teilerfolg", sagte Verbandschef Romuald Schaber.

Nordrhein-Westfalens Landwirtschaftsminister Eckhard Uhlenberg sagte nach Ende der Beratungen des sogenannten Milchgipfels am Dienstagabend in Berlin, einige der vom Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) geforderten Änderungen würden umgesetzt.

Kern der Forderungen der Milchbauern war eine Verringerung der Milchmenge, um die Preise für ihre Erzeugnisse nach oben zu bringen. Die Landwirte fordern einen Preis von 43 Cent pro Liter. Derzeit erhalten sie nach eigenen Angaben im Schnitt nur 32 Cent. Vor zwei Monaten hatten sie durch einen Lieferboykott höhere Zahlungen des Handels durchgesetzt. Den Molkereien werfen sie vor, das Geld nicht an die Erzeuger weiterzugeben.

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