Treffen mit Wirtschaftsvertretern
Clement fordert Ausbildungsplätze ein

Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement schlägt bei der Wirtschaft deutlichere Töne an. Er warnte eindringlich vor einem Scheitern der vereinbarten Ausbildungsplatzinitiative.

HB LUDWIGSHAFEN. Die Wirtschaft müsse ihre Versprechen einlösen und jedem Jugendlichen bis Ende des Jahres ein akzeptables Ausbildungsplatzangebot machen, sagte Clement am Freitag in Ludwigshafen vor rund 700 Vertretern von Unternehmen, Gewerkschaften und Arbeitgebern. Die Bundesregierung gehe davon aus, dass ein solches Angebot für jeden Jugendlichen möglich sei. Sollte dieses Ziel aber nicht erreicht werden, wird der Gesetzgeber tätig werden müssen, warnte Clement.

Die Wirtschaft hatte bei einem Spitzengespräch mit Clement, Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn und den Gewerkschaften am Donnerstagabend zugesagt, bis Ende des Jahres jedem jungen Ausbildungssuchenden ein Angebot zu unterbreiten. Diese äußerst intensive Nachvermittlungsaktion solle von einer Monitoring-Gruppe der Bundesregierung begleitet werden, sagte Clement am Freitag. Einer Ausbildungsplatzabgabe erteilte er aber erneut eine Absage. Freiwillige Leistungen seien gesetzlichen Regelungen vorzuziehen, betonte er.

Allerdings forderte der Minister für die kommenden Jahre eine bessere Vorsorge der Unternehmen im Bereich der Ausbildung. Wir dürfen nicht noch einmal so in ein Jahr hineingehen und in Vermittlungsaktionen hineinstolpern, warnte Clement. Angesichts der derzeit fehlenden Lehrstellen solle jedes Unternehmen noch einmal prüfen, ob nicht zusätzliche Ausbildungsplätze geschaffen werden könnten. Bei der Ausbildung brauche es mehr Gemeinsinn in Deutschland, fügte der Minister hinzu.

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