Treffen von Fischer und Svoboda
Zusammenarbeit im Kampf gegen den Terror gefordert

Der Terror hält die Welt weiter in Atem. Deutschland und Tschechien haben angesichts des neuen Terrorakts in Jakarta und Russlands Androhung weltweiter Vernichtungsschläge dringend zur internationalen Zusammenarbeit aufgerufen. Der Verfassungsschutz warnt unterdessen vor kampferprobten Islamisten aus dem Irak.

HB BERLIN. Überragende Bedeutung im Kampf gegen den Terror hätten die Koordination und Kooperation der Länder, die Frieden wollten, sagte Außenminister Joschka Fischer am Donnerstag in Berlin nach einem Treffen mit seinem tschechischen Amtskollegen Cyril Svoboda. Fischer mahnte aber, Basis dafür müssten die Grundwerte von Freiheit, Demokratie und Recht sein.

Svoboda sagte, die jüngsten Terroranschläge auf die Schule im russischen Beslan und auf die australische Botschaft in Indonesien hätten gezeigt, dass die Terroristen ein durchdachtes System hätten. Für ihre Anschläge hätten sie Zeit und Geld. Die internationale Gemeinschaft brauche „sämtliche Informationen“ über die Geiselnahme in Beslan, „damit wir für die Zukunft besser vorbereitet sind“. Es bedürfe der engen Zusammenarbeit mit Russland. Zuvor hatte Svoboda gesagt, er sei überrascht, wie „gereizt“ Moskau auf die Forderung aus der EU reagiert habe, die Tragödie müsse umfassend aufgeklärt werden.

Fischer verurteilte den Anschlag in Jarkata mit Toten und Verletzten als „Menschen verachtend und gnadenlos“. Er sei entsetzt und schockiert. Australien und Indonesien hätten das Mitgefühl und die Solidarität der internationalen Gemeinschaft.

Fischer und Svoboda hoben hervor, dass die Beziehungen zwischen Deutschland und Tschechien „exzellent“ seien. Zu einer deutsch-tschechischen Eingreiftruppe im Rahmen einer künftigen europäischen Sicherheitsstrategie sagte Fischer, er werde mit Verteidigungsminister Peter Struck (SPD) darüber sprechen. Hier gehe es um militärische Fachfragen. Svoboda sieht in einer solchen Eingreiftruppe ein Zeichen von Souveränität und gegenseitigem Respekt. Es war der erste Besuch des Christdemokraten in Deutschland.

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