Treuhandlösung vorgeschlagen
SPD: Land muss Porsche den Rücken stärken

Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) muss aus Sicht der SPD dem Sportwagenbauer Porsche in der finanziell brenzligen Situation stärker unter die Arme greifen.

HB STUTTGART. Derzeit stehe Porsche so stark unter Druck, dass der die Firma bei den Verhandlungen mit VW oder anderen Investoren nur verlieren könne, sagte SPD-Landtagsfraktionschef Claus Schmiedel am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur dpa in Stuttgart. "Es geht nun darum, Schaden vom Autoland Baden-Württemberg abzuwenden." Darum müsse das Land treuhänderisch über die L-Bank oder die Landesbank LBBW die erste Tranche der im Frühjahr 2010 fälligen Verbindlichkeiten von Porsche in Höhe von drei Milliarden Euro übernehmen. "Diese Treuhandlösung würde Porsche erstmal Luft verschaffen", sagte Schmiedel.

"Es kann nicht sein, dass der Ministerpräsident nur an der Seite steht und zuguckt." Oettinger müsse für das Land eine starke Position aufbauen, "damit es sich in die Verhandlungen einbringen kann und auf Augenhöhe" mit dem großen VW-Aktionär, dem Land Niedersachsen, ist.

Es sei jetzt nicht die Zeit der Ursachenforschung, wie Porsche in diese Situation hineingeraten ist. Es gehe jetzt um den Erhalt der Porsche-Standorte im Südwesten.

Bei der Treuhandlösung handele es sich um ein ähnliches Konzept wie das, was die Bundesregierung für den Autobauer Opel erwägt, um diesen in Verhandlungen mit Investoren zu stärken. Wenn die Finanzmärkte sich wieder beruhigt hätten, könne das Land dann über eine Abgabe der Anteile an Porsche nachdenken.

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