Trittin bleibt gelassen, Fischer schweigt: Beck schießt gegen „Amokläufer" Glos

Trittin bleibt gelassen, Fischer schweigt
Beck schießt gegen „Amokläufer" Glos

Die Grünen haben empört auf die verbalen Angriffe von Michael Glos auf Jürgen Trittin und Joschka Fischer reagiert. Man müsse sich fragen, ob der CSU-Landesgruppenchef nicht in „politische Sicherungsverwahrung“ genommen werden sollte, sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen, Volker Beck, und drohte mit juristischen Schritten, sollte Glos sich nicht für seine verbalen Ausfälle gegen grüne Minsiter entschuldigen.

HB BERLIN. Volker Beck sagte am Mittwoch, wenn Glos sich nicht entschuldige, rate er zu einer rechtlichen Prüfung. Man müsse sich fragen, ob Glos nicht in „politische Sicherungsverwahrung“ genommen werden müsse, wenn er Amok laufe. Der Terrorismusvorwurf sei eine Tatsachenbehauptung und nach Paragraf 186 des Strafgesetzbuches eine üble Nachrede. Wenn man sich verplappere, „dann muss man auch den Mut haben, sich zu entschuldigen“.

Der CSU-Politiker hatte gesagt, solange es „Öko-Stalinisten und ehemalige Terroristen wie Umweltminister Jürgen Trittin und Außenminister Joschka Fischer“ gebe, hätten schwarz-grüne Bündnisse keinen Sinn. Glos wies im ARD-„Morgenmagazin“ die Forderung zurück, sich zu entschuldigen: „Das werde ich natürlich nicht tun. Ich habe auch überhaupt keinen Grund dazu.“

In der n-tv-Sendung „Maischberger“ schränkte Glos am Abend ein: „Ich habe in einem Hintergrundgespräch einfach mal so geredet, wie den Menschen der Schnabel gewachsen ist. Öffentlich vor einer Kamera hätte ich das so nicht gesagt.“ Den Begriff „Öko-Stalinist„ habe er nicht weiter hinterfragt. „Ich weiß auch nicht genau, was das ist.“ Er erkenne an, dass Trittin und Fischer eine Wandlung hinter sich gebracht hätten. „Ich halte Trittin für einen Demokraten“, sagte Glos.

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