Trittin gerät erneut in zeitlichen Verzug: Industrie begrüßt Vorschlag zu Elektroschrott

Trittin gerät erneut in zeitlichen Verzug
Industrie begrüßt Vorschlag zu Elektroschrott

Ein von der Bundesregierung vorgelegtes Papier, wie Elektroschrott zu entsorgen ist, fand die Zustimmung der Industrie. Es sei "ein erster konkreter Schritt", hieß es. Kleine Entsorgungs-Unternehmen könnten jedoch das Nachsehen haben.

HB BERLIN. Der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) befürwortete am Freitag die vorgesehene eigenständige Rolle der Kommunen bei der Sammlung der Altgeräte. Es sei ein pragmatischer Vorschlag, die finanzielle Verantwortung für die Altgeräte-Sammlung aus privaten Haushalten bei den Kommunen zu belassen, während die Hersteller für Beseitigung und Recycling zuständig sein sollen.

Wie das Handelsblatt in seiner Freitagsausgabe berichtete, sollen Hersteller ihre produzierten Mengen bei einer privatwirtschaftlichen Clearingstelle anmelden. Eine zusätzliche Agentur werde das Einsammeln organisieren. Dabei soll grundsätzlich gelten: Für die Sammlung innerhalb der Gemeinden sind die Kommunen selbst verantwortlich, für den Abtransport der Altgeräte von den kommunalen Sammelstellen die Elektrogerätehersteller und ihre Entsorger.

Das Umweltministerium in Berlin unterstrich am Freitag, dass es sich bei der Vorlage um ein Arbeitspapier handle, das ausdrücklich zur Diskussion gestellt werde. Bis 2005 muss die entsprechende EU-Richtlinie in nationales Recht umgesetzt werden. Nach Angaben der Industrie regelt die nationale Elektro- und Elektronik-Altgeräte- Verordnung die Entsorgung von Geräten wie Waschmaschinen, Kühlschränke, Fernseher, Computer oder Handys. Die Kosten der künftigen Rücknahmesysteme betrügen allein für die Industrie zwischen 350 und 500 Millionen Euro jährlich.

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