Deutschland
Trittin: Kernenergie hat weltweit keine Zukunft

Die Kernenergie hat weltweit keine Zukunft mehr. Das schreibt Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) in einem Gastbeitrag für das „Handelsblatt".

BERLIN. Unter den 27 Reaktoren, die die IAEO zum Beleg einer bevorstehenden globalen Atom-Renaissance anführt, seien fast die Hälfte schon zwischen 17 und 29 Jahren „im Bau“, schreibt Trittin. Übrig blieben allein acht Bauvorhaben in Indien, zwei in China, zwei in Taiwan, zwei in Japan und eines in Südkorea. Weltweit nutze nicht einmal jedes sechste Land Atomstrom. "Und selbst ein Land wie China will bis 2010 nicht weniger als zehn Prozent seines Stroms aus Sonne, Wind und kleinen Wasserkraftwerken beziehen. Das ist das Zehnfache der heutigen Atomkraft-Kapazität Chinas und das Dreißigfache der im Bau befindlichen zwei Atomkraft-Blöcke".

In den USA, dem führenden Kernenergieland der Welt, sei seit 30 Jahren kein Atommeiler geordert, ebenso wenig in Großbritannien, schreibt Trittin weiter. Zudem plane kein Land, das bisher auf Atomkraftwerke verzichtet habe, ernsthaft den Einstieg. "Die Zukunft liegt deshalb nicht in der Wiederbelebung einer Risikotechnik aus der Mitte des vergangenen Jahrhunderts. Sie liegt in einer nachhaltigen Energiewirtschaft, die auf Effizienz und immer stärker auf regenerativen Energien basiert".

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