Trittin will Rußpartikelfilter fördern
Saubere Diesel-Fahrzeuge bevorzugt

Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) will Besitzer von sauberen Diesel-Autos bei der Kraftfahrzeug-Steuer entlasten. Für Autos mit einem so genannten Rußpartikelfilter solle ein Nachlass bei der Kfz-Steuer von 600 Euro gewährt werden, erklärte das Umweltministerium am Donnerstag in Berlin.

HB BERLIN. Die gleiche Förderung sollen Altfahrzeuge erhalten, die nachgerüstet werden. Entscheidend ist ein strenger Grenzwert für Rußpartikel, der nach heutigem Stand der Technik nur mit einem Partikelfilter erreicht werden kann.

Eine geringere Minderung bei Altfahrzeugen soll noch mit 300 € gefördert werden. „Diesel-Autos verbrauchen zwar weniger Sprit als Benziner, aber stoßen feinste Rußpartikel aus, die Krebs erzeugen können“, erläuterte Trittin. „Im Interesse der Gesundheit müssen wir dafür sorgen, dass diese gefährlichen Dieselabgase verringert werden.“ Die Regelung, die jetzt mit den anderen Ressorts abgestimmt wird und von den Ländern genehmigt werden muss, kann voraussichtlich frühestens 2005 in Kraft treten.

Der finanzpolitische Sprecher der CSU im Bundestag, Bartholomäus Kalb, warnte vor zusätzlichen Belastungen. Angesichts leerer Staatskassen bedeute die versprochene Förderung zusätzliche Lasten an anderer Stelle. „Das ist typisch für Rot-Grün, einem wohlklingenden Versprechen folgt die Steuerkeule auf dem Fuße.“ Trittin sagte dagegen, die Förderung werde zu keiner Mehrbelastung für die Autofahrer führen, sondern über den so genannten Mineralölsteuerausgleich finanziert werden können.

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