Trotz Anhebung der Altersgrenze
Regierung erwartet Rentenbeitrag von 21,9 Prozent

Trotz der geplanten Anhebung der Altersgrenze auf 67 Jahre und weiterer Abstriche bei den Rentenanpassungen wird der gesetzliche Rentenbeitrag nach aktuellen Prognosen bis 2030 auf 21,9 Prozent steigen. Er bleibt somit nur knapp unter der gesetzlichen Höchstmarke von 22 Prozent, die mit der Rentenreform 2004 festgelegt worden war.

BERLIN. Dies geht aus dem 149-seitigen Referentenentwurf des Sozialministeriums zur „Rente mit 67“ vor, der dem Handelsblatt vorliegt. Ohne die neuerliche Reform würde der Beitragssatz von derzeit 19,5 Prozent bis 2020 auf 20,7 Prozent und bis 2030 auf 23,0 Prozent klettern.

Im rekordverdächtigen Eiltempo haben die Beamten des Sozialministeriums nach Angaben des "Handelsblatt" die erst vor einer Woche vereinbarten Eckpunkte der Koalitionsexperten zur „Rente mit 67“ in einen voluminösen Gesetzestext mit zahlreichen Paragraphen und Tabellen gegossen. Schon für nächsten Montag sind kurzfristig 50 Verbände zu einer Anhörung ins Ministerium geladen. Das Kabinett soll sich damit am 29. November befassen.

Der Referentenentwurf folgt nach Angaben des Handelsblatts im Wesentlichen den Vereinbarungen der Koalitionsrunde. So soll die Regelaltersgrenze von 2012 bis 2029 stufenweise von 65 auf 67 Jahre angehoben werden. Angehörige des Geburtsjahrgangs 1947 müssen demnach 65 Jahre und einen Monat arbeiten. Ab dem Jahrgang 1964 gilt die 67-Jahre-Grenze. Ausnahmen gelten für Arbeitnehmer mit 45 Beitragsjahren, die weiter ohne finanzielle Einbußen mit 65 Jahren aufhören können. Ein Ausstieg aus dem Berufsleben mit 63 Jahren ist weiter für Arbeitnehmer möglich, die 35 Versicherungsjahre vorweisen können. Sie müssen jedoch Abschläge von 14,4 Prozent hinnehmen.

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