Trotz Nachteil für Deutschland Immer mehr Deutsche für Sanktionen gegen Russland

Immer mehr Deutsche sind einer Umfrage zufolge für die Sanktionen gegen Russland – trotz möglicher Schäden für die deutsche Wirtschaft. Fast vierzig Prozent lehenten die Sanktionen hingegen ab.
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Russlands Präsident Wladimir Putin verliert in Deutschland an Unterstützern. Weniger Deutsche als im Vormonat sind gegen die Sanktionen gegen Russland. Quelle: dpa

Russlands Präsident Wladimir Putin verliert in Deutschland an Unterstützern. Weniger Deutsche als im Vormonat sind gegen die Sanktionen gegen Russland.

(Foto: dpa)

BerlinImmer mehr Deutsche befürworten einer Umfrage zufolge die Wirtschaftssanktionen der EU gegen Russland im Zuge der Ukraine-Krise. 58 Prozent der Befragten unterstützten die Strafmaßahmen trotz wirtschaftlicher Nachteile für Deutschland, ergab eine am Freitag veröffentlichte Erhebung der Forschungsgruppe Wahlen für das ZDF-Politbarometer. Im Oktober seien es noch 52 Prozent gewesen. 36 Prozent der Befragten lehnten demnach die Sanktionen ab, im Monat zuvor waren es 40 Prozent.

Drei Viertel der Deutschen befürworten demnach auch, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel ihren Ton gegenüber der russischen Führung verschärft hat. Merkel warf Russland vor, mit seinem Eingreifen im Nachbarland Ukraine die europäische Friedensordnung infrage zu stellen. Weil Russland in der Ostukraine direkt und indirekt interveniere, müsse die EU an Wirtschaftssanktionen festhalten.

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hat allerdings vor einer Verschärfung der Wirtschaftssanktionen gewarnt. Es dürfe nicht das Ziel sein, Russland wirtschaftlich niederzuringen, sagte er am Donnerstag in Berlin.

Für die repräsentative Erhebung befragten die Meinungsforscher der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen vom 25. bis 27. November 1289 Wahlberechtigte.

  • rtr
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13 Kommentare zu "Trotz Nachteil für Deutschland: Immer mehr Deutsche für Sanktionen gegen Russland"

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  • ...bezahlt wird das mit Steuergeld!

    Oder meinen Sie, Frau Merkel holt da ihren persönlichen Sparstrumpf hervor... ;-)

    Wie es so oft beschönigend heißt, Frau Merkel regiert "auf Sicht".
    Eine schöne Umschreibung für "konzeptions- und prinzipienlos". Frau Merkel regiert "by Meinungsumfrage" bzw. ab und zu mal nachschauen, was so in der Bild-Zeitung als "mainstream" steht...

  • Ist das eine Umfrge die Frau Merkel in
    Auftrag´´gegeben hat? Das tut ie doch laufend. Bezahlt wird das mit Steuergeld?

  • Lesenswert: Frau Le Pen (Frankreich) heute:

    "Wie Marine Le Pen, Abgeordnete des Europäischen Parlaments und Chefin der Partei „Nationale Front“, äußerte, beabsichtigt sie im Falle ihres Sieges bei der französischen Präsidentenwahl 2017, ein Referendum über den Austritt Frankreichs aus der Europäischen Union durchzuführen.

    „Wenn ich zur Präsidentin der Republik gewählt werde, so werde ich die Verpflichtung vor den Franzosen übernehmen, innerhalb von sechs Monaten ein Referendum über den EU-Austritt Frankreichs zu organisieren“, zitiert die französische Tageszeitung „Le Figaro“ die Partei-Chefin.

    Die Abgeordnete wies darauf hin, dass sie die Absicht habe, innerhalb von sechs Monaten mit den europäischen Behörden über die Rückgabe der territorialen, gesetzgebenden und wirtschaftlichen Souveränität sowie der Souveränität im Valutabereich an Frankreich übereinzukommen.

    „Danach gibt die EU entweder diese vier Elemente dem französischen Volk zurück oder sagt das ab. Dann werde ich die Franzosen bitten, auf dem Referendum für den EU-Austritt zu stimmen“, äußerte Le Pen.

    Sie hob hervor, vom Amt der Präsidentin zurückzutreten, wenn die Franzosen gegen den EU-Austritt stimmen sollten.

    „Wenn die Franzosen gegen den EU-Austritt stimmen werden, so werde ich gehen. Denn ich werde ihnen nie ein Versprechen geben, das ich nicht halten kann“, so Le Pen."

    http://de.ria.ru/politics/20141128/270103632.html

    Nur Frankreich und Russland können Deutschland vom Joch des Euro und der EU befreien !!

  • Harr, harr. Eine "ZDF-Meinungsumfrage" sowie der "Forschungsgruppe Wahlen".
    Hmm, das ist genau so seriös wie die vorgestern vorgelegte Untersuchung der "Bertelsmann-Stiftung", wieviel der deutsche Staat doch an den vielen Zuwanderern und Asylanten verdient...

    Das Servieren dieser "Umfragen" ist natürlich kein Zufall. Dem vermeintlich naiven Wahlvolk soll vorgegaukelt werden "....eine komplett gescheiterte Zuwanderungs- und Einwanderungspolitik? Neeeeiiiiiiin! Seht doch mal auf diese Bertelsmann-Studie.
    Kritik an Frau Merkels Sanktionen gegen Russland? Niiiieeeee! Die breite Mehrheit steht doch - siehe "ZDF-Umfrage" wie eine Wand hinter Fr. Merkel".

    Wenn die nägelkauende Kanzlerin argumentativ nicht mehr weiter weiß..., kein Problem! Irgend ein gefälliges Meinungsforschungsinstitut wird's schon richten.

  • Easy going: Nehmen wir an Sie fragen nur diejenigen nochmal, die für Sanktionen waren! Dann sind mehr Menschen gegen Sanktionen, statistisch gesehen kommt das dann aber nicht raus... Wie sagte der gute alte Churchill einmal: "Traue keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast."

  • Richtig!

    Und noch etwas Anderes ist auffällig.

    Bekanntlich fragen die Politiker nicht die Bürger um deren Meinung. Ich denke besonders an den ESM-Vertrag und die darin enthaltenen Formulierungen. Ein Unding so etwas zuzustimmen. Dazu brauchte man keine Sach- und Fachkenntnisse.

    Und ausgerechnet jetzt will man das volkswirtschaftlich schädigende Verhalten der Politiker mit "Volkesmeinung" legitimieren und rechtfertigen?

    Fassen wir die ganze Story getrost als Propagandaaktion der billigen Art auf. DDR-2.0 lässt grüßen!

  • Was bringen Sanktionen und wem nutzen sie? Was haben die Sanktionen gegen Kuba seit den letzten 50 Jahren gebracht? Was haben die Sanktionen gegen den iran gebracht?
    Nichts. Ausser dass andere Nationen gute Geschäfte gemacht haben und eine Menge Geld verdient haben, während wir aussen vor waren.

  • Herr Paul Mueller

    - ...also vom Steuerzahler finanziert, und politisch von der CDU missbraucht. Im Westen also wieder nichts Neues. -

    Das stimmt nicht ganz, es wird im Westen und speziell bei uns immer schlimmer.

  • @Brädt: Ich schätze mal Herr Paul hat mehr Leute befragt als diese "Forschungsgruppe Wahlen".

    Interessant was man über diese Forschungsgruppe Wahlen in kurzer Zeit dank Internet herausfindet. Es fallen die Namen Seibert und Sievers. Diese Leute treffen sich auf der Sicherheitskonferenz in München, bei der Atlantik-Brücke, beim American Council on Germany, oder bei der Deutschen Atlantischen Gesellschaft. Diese "Forschungsgruppe" wird vom ZDF, also vom Steuerzahler finanziert, und politisch von der CDU missbraucht. Im Westen also wieder nichts Neues.

  • Mit entsprechender, vierwöchiger Pressearbeit wird die Mehrheit auch einen Einmarsch in Rußland befürworten. Wieviele sich dann tatsächlich daran beteiligen wollen ist eine andere Frage

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