Trotz Schuldenkrise
Investoren setzen auf Deutschland

Nummer Eins in Europa: Deutschland ist der Liebling der Investoren, zumindest auf dem alten Kontinent. Aber auch weltweit steht die Bundesrepublik gut da. „Deutschlands Stern strahlt heller“, findet ein Experte.
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BerlinDeutschland gewinnt bei Investoren immer mehr an Beliebtheit. In Europa liegt die Bundesrepublik an erster Stelle, weltweit ist es Platz sechs nach den schnell wachsenden Schwellenländern China, Indien, Russland und Brasilien sowie den USA, wie aus einer Umfrage der Wirtschaftsprüfer Ernst & Young unter 808 Unternehmen hervorgeht, die am Mittwoch veröffentlicht wurde. „Bei ausländischen Unternehmen genießt Deutschland einen hervorragenden Ruf - und je schwächer sich die europäischen Nachbarländer entwickeln, desto sichtbarer werden die Stärken Deutschlands: die hocheffiziente und stark internationalisierte Wirtschaft und relativ gesunde öffentliche Finanzen“, sagte Ernst & Young-Experte Peter Englisch.

14 Prozent der befragten Manager bezeichneten Deutschland als einen der drei wichtigsten Standorte weltweit, und mehr als die Hälfte der Umfrageteilnehmer zeigten sich zuversichtlich, dass die Attraktivität Deutschlands weiter zunimmt. Auch die Zahl der Investitionsprojekte stieg 2012 weiter um fünf Prozent auf 624 und erreichte damit einen Rekordwert. „Während Europa leidet, strahlt Deutschlands Stern immer heller", sagte Englisch. "Das birgt erheblichen Sprengstoff und droht Europa vor eine Zerreißprobe zu stellen.“

Zugleich warnten die Experten davor, sich auf den Erfolgen der Vergangenheit auszuruhen. Die hohe Qualität von Forschung und Entwicklung sei ein wichtiger Grund für ausländische Unternehmen, in Deutschland zu investieren. Allerdings könnte der drohende Ingenieursmangel zum Problem werden. "Deutschlands Führungsposition als Qualitäts- und Innovationsführer ist nicht in Stein gemeißelt", warnte Englisch.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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