Trotz schwächerer Konjunktur
Steuereinnahmen steigen auch im Oktober deutlich

Finanzminister Wolfgang Schäuble kann sich auch im Oktober über steigende Steuereinnahmen freuen. Überdurchschnittlich gut entwickelten sich erneut die gemeinschaftlichen Steuern von Bund, Ländern und Gemeinden.
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Trotz der zuletzt schwächeren Konjunktur hat der Fiskus im Oktober von steigenden Steuereinnahmen profitiert. Bund und Länder erzielten im Vergleich zum Vorjahresmonat ein Plus von 3,1 Prozent auf 40,3 Milliarden Euro, wie das Bundesfinanzministerium am Freitag in seinem Monatsbericht mitteilte.

Damit kletterten die Einnahmen in den ersten zehn Monaten um drei Prozent auf 469,2 Milliarden Euro. Die Steuerschätzer sagen für 2014 insgesamt ein Plus von 3,5 Prozent voraus. Mit Blick auf die Konjunktur heißt es, die vorläufigen Ergebnisse zur Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes im Jahresverlauf „stehen im Einklang mit der Herbstprojektion der Bundesregierung“. Diese erwartet für 2014 ein Wirtschaftswachstum von 1,2 Prozent. Die Prognose sei „damit gut nach unten abgesichert“, wird betont.

Der Zuwachs beim Bund lag im vergangenen Monat bei 3,3 Prozent, die Steuereinnahmen der Länder kletterten um 3,2 Prozent. Überdurchschnittlich gut entwickelten sich erneut die gemeinschaftlichen Steuern von Bund, Ländern und Gemeinden – etwa die Lohn-, Einkommens- oder Mehrwertsteuer. Wegen der vergleichsweise guten Lage am Arbeitsmarkt stiegen die Lohnsteuern um 6,5 Prozent.

Das Ministerium geht davon aus, dass die Wirtschaft 2014 wie von der Regierung erwartet um 1,2 Prozent wächst. Im Sommerquartal war das Bruttoinlandsprodukt um 0,1 Prozent zum Frühjahr gestiegen. Für das Jahresende sei mit einem leichten Exportplus zu rechnen, schrieben die Ministeriums-Fachleute.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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