Trotz sinkendem Arbeitslosenbeitrag
Lohnnebenkosten bleiben über 40 Prozent

Der Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung sinkt, der Steuerzuschuss an die Krankenversicherung steigt. Trotz dieser aktuellen Beschlüsse verfehlt die Bundesregierung weiterhin ein wichtiges Ziel ihrer Koalitionsvereinbarung: die Lohnnebnekosten, also die Summe aller Sozialbeiträge, unter die Marke von 40 Prozent zu drücken.

HB DÜSSELDORF. Die Koalition will angesichts erheblicher Steuermehreinnahmen die Neuverschuldung des Bundes auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung vor 16 Jahren senken. Bürger und Unternehmen sollen zudem beim Arbeitslosenversicherungsbeitrag stärker entlastet werden als bisher geplant.

Allerdings verfehlt Schwarz-Rot weiter eines ihrer Ziele. Im Koalitionsvertrag heißt es: „CDU, CSU und SPD stellen sicher, dass die Lohnzusatzkosten dauerhaft unter 40 Prozent gesenkt werden." Tatsächlich sinken die Lohnnebenkosten 2007 aber voraussichtlich allenfalls auf 40,4 Prozent.

Zwar sinkt der Arbeitslosenbeitrag um 2,3 Punkte. Davon bleibt unter dem Strich als Entlastung für Arbeitnehmer und Arbeitgeber nur eine Senkung um allenfalls 1,6 Punkte. Denn der Rentenbeitrag steigt um 0,4 und der Krankenkassenbeitrag wohl um mindestens 0,3 Punkte.

»  Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung sinkt

Derzeit liegen die Lohnnebenkosten, die sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer nahezu teilen, bei etwa 41,95 Prozent. Rechnet man den Aufschlag für Kinderlose bei der Pflegeversicherung von 0,25 Punkten hinzu, erreicht die Summe 42,2 Prozent.

Ein Überblick über die Pläne der Bundesregierung und deren Auswirkungen:

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Lohnnebenkosten bleiben über 40 Prozent

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