Trotz sinkender Umfragewerte
Union und FDP planen eifrig die Regierung

Union und FDP im Siegestaumel: Horst Seehofer erklärt bereits die Postenvergabe von CDU und CSU, Guido Westerwelle verteilt die Ministerämter für die Liberalen. Dabei könnte es für beide Parteien eine böse Überraschung geben.

HB BERLIN. Laut CSU-Vize Horst Seehofer ist alles ganz klar: Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) bleibt auch nach der Bundestagswahl Regierungschef in München. Auch die Verteilung der Ministerposten für Äußeres, Finanzen und Gesundheit sei bei einem schwarz-gelben Wahlsieg bereits sicher.

Außenminister werde in diesem Fall der derzeitige FDP - Fraktionschef Wolfgang Gerhardt, sagte Seehofer. "Das kann man ihm nicht mehr nehmen." Die Übernahme des Finanzressorts durch den parteilosen Steuerexperten Paul Kirchhof sei ebenfalls gewiss. "Der ist nicht nur ein Platzhalter", sagte Seehofer. Zudem sei er sicher, dass die im Wahlkampfteam der Unions-Kanzlerkandidatin Angela Merkel für Familie und Gesundheit zuständige Ursula von der Leyen (CDU) das entsprechende Ressort leiten werde.

Auch FDP-Parteichef Westerwelle stimmte in den Chor ein: Im Falle eines Wahlsieges will er nach Informationen des "Stern" Justizminister werden. Neben dem Außenministerium für Gerhrad erhebte er zudem Anspruch auf das Wirtschaftsministerium. Seine Personalvorschläge wolle Westerwelle beim FDP - Parteitag am kommenden Sonntag präzisieren.

Amt auch für Brüderle

"Wenn der große Koalitionspartner das Kanzleramt hat, dann sollte der kleinere für das Auswärtige Amt Verantwortung übernehmen", sagte der FDP-Vorsitzende dem Magazin. Ebenso sinnvoll sei es, die Verantwortung für Wirtschaft und Finanzen zwischen den Partnern zu verteilen. "Und es ist natürlich auch klug, wenn sowohl Union wie FDP Verantwortung für die Innen- und Rechtspolitik tragen."

Sollte die CDU das Finanzressort mit Kirchhof besetzen, bliebe als Anwärter für das Wirtschaftsministerium seitens der FDP voraussichtlich der stellvertretende Parteivorsitzende Rainer Brüderle, der dieses Amt früher bereits in der SPD/FDP-Landesregierung von Rheinland-Pfalz innehatte.

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