Truppenbesuche geplant
Struck an Arbeitsplatz zurückgekehrt

Verteidigungsminister Peter Struck hat nach fast zehnwöchiger krankheitsbedingter Auszeit am Montagmorgen seine Arbeit in Berlin wieder aufgenommen. Das teilte das Ministerium mit.

HB BERLIN. Am 10. Juni hatte der 61-jährige SPD-Politiker einen Zusammenbruch erlitten, den das Ministerium bisher als Schwächeanfall darstellte. Es gibt jedoch Hinweise, dass Struck einen Schlaganfall hatte.

Strucks erster öffentlicher Auftritt nach seiner Auszeit wird an diesem Dienstag bei einem Truppenbesuch der Unteroffizierschule der Luftwaffe im schleswig-holsteinischen Appen sein. Es wird erwartet, dass er sich dort sowohl zu seiner Krankheit als auch zu aktuellen Themen der Bundeswehr äußert. Bis zum 31. August will der Minister quer durch Deutschland elf Standorte ansteuern, darunter Potsdam, Leipzig, Schwerin und Trier.

Bicher sagte, Struck habe sich vorgenommen, mit dem Rauchen aufzuhören. „Er ist heute ohne Pfeife gekommen.“ Aus dem Ministerium hieß es, der Minister sehe erholt aus und sei ganz der Alte. An seinem ersten Arbeitstag informierte er sich über die aktuelle Lage und sprach mit Staatssekretär Peter Eickenboom und Generalinspekteur Wolfgang Schneiderhan. Im Inland stehen Struck in den nächsten Monaten Auseinandersetzungen über das geplante neue Stationierungskonzept mit 100 Standortschließungen bevor. Bis Jahresende will er bekannt geben, welche Orte betroffen sind.

Spekulationen, Struck komme nur für eine Übergangszeit zurück und werde sein Amt aus gesundheitlichen Gründen vor Ende der Legislaturperiode 2006 aufgeben, hatte das Ministerium mehrfach zurückgewiesen. Struck hatte Ende der 80er Jahre zwei Herzinfarkte. Vor vier Jahren wurde er an der Halsschlagader operiert.

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