TV-Duell der Spitzenkandidaten
Zuschauer wählen Steinbrück

SPD-Ministerpräsident Peer Steinbrück hat laut einer Zuschauerumfrage das TV-Duell im NRW-Wahlkampf gewonnen. Steinbrück habe überzeugender, kompetenter und sympathischer gewirkt als sein CDU-Herausforderer Jürgen Rüttgers. Zahlreiche Wähler gaben sogar an, das Duell könnte Einfluss auf ihre Stimmabgabe haben.

HB DUISBURG. Fast jeder zweite Zuschauer des TV-Duells sah in Steinbrück den Sieger. 48 Prozent der 302 Teilnehmer einer Forsa-Blitzumfrage im Auftrag des Fernsehsenders n-tv nannten den Ministerpräsidenten als Gewinner (Rüttgers: 24 Prozent).

Der Amtsinhaber sei überzeugender, kompetenter und sympathischer gewesen, gaben sie nach der Sendung am Donnerstagabend an. Immerhin 46 Prozent der Befragten erklärten, das Duell sei für ihre persönliche Wahlentscheidung hilfreich.

Das Duell, bei dem Steinbrück und Rüttgers hinter Stehpulten Aufstellung nahmen, verlief mit verteilten Rollen. Amtsinhaber Steinbrück, der per Losentscheid die erste Antwort geben durfte, wirkte aggressiver - fast wie ein Herausforderer. Immer wieder griff er Rüttgers frontal an. "Sie sind nicht informiert, Sie wissen nicht Bescheid", hielt er dem Oppositionsführer mehrfach fehlende Sachkunde vor.

"Nur nicht so nervös", mahnte Rüttgers im Gegenzug Steinbrück, der ihn mehrfach unterbrochen hatte. Der CDU-Spitzenkandidat sprach langsamer als Steinbrück, der seine Argumente meist im Stakkato abspulte. Sein Schlusswort machte er zu Wahlrede. "Aus Liebe zu Nordrhein-Westfalen" bat er die Zuschauer um ihre Stimmen.

Fünf Tage vor der Wahl, am 17. Mai, treffen die beiden Kontrahenten ein zweites Mal im Fernsehen aufeinander. Dann senden ZDF und WDR zeitversetzt eine einstündige Aufzeichnung aus Bochum. SPD und Grüne liegen in allen Meinungsumfragen derzeit klar hinter CDU und FDP. In den jüngsten Umfragen hat Schwarz-Gelb einen Vorsprung von neun Prozentpunkten auf die rot-grüne Regierungskoalition in Nordrhein-Westfalen.

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