TV-Duell McAllister gegen Weil: Zwei Kandidaten auf Augenhöhe

TV-Duell McAllister gegen Weil
Zwei Kandidaten auf Augenhöhe

Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU) und Herausforderer Stephan Weil (SPD) diskutieren kontrovers über die Linke. Auch Christian Wulff und Peer Steinbrück sind zehn Tage vor der Wahl Thema.
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HannoverDiese Bilder sind nicht für das Fernsehpublikum gedacht: Während Ministerpräsident David McAllister knapp eine Stunde vor dem einzigen Live-Fernsehduell vor der Landtagswahl in Niedersachsen verkabelt wird, steht SPD-Herausforderer Stephan Weil kerzengerade an seinem Pult im NDR-Studio und fixiert den CDU-Mann.

Zehn Tage vor dem Urnengang am 20. Januar stehen sich die beiden Bewerber um das höchste Amt Niedersachsens am Donnerstagabend erstmals Auge in Auge gegenüber. Keine zwei Meter trennen McAllister auf der aus Zuschauersicht rechten und Weil auf der linken Seite. Und egal, wie die Wahl ausgeht, zumindest während den 60 Minuten des Duells sind beide auf Augenhöhe.

Auf Augenhöhe sind sie auch in den jüngsten Umfragen: Nachdem die FDP am Donnerstag erstmals seit mehr als einem Jahr in Umfragen den Wiedereinzug in den Landtag schafft, trennt die politischen Lager je nach Rechnung nur noch ein Prozentpunkt. Laut ARD-Deutschlandtrend haben CDU und FDP 45 Prozent, SPD und Grüne vereinen 46 Prozent.

Äußerlich geben sich die Kontrahenten vor dem Beginn gelassen, doch nasse Hände haben beide. Beide wissen, jetzt zählt es. Und wer sich im TV-Duell einen Fehler erlaubt, wird es besonders schwer haben. Kein Wunder, dass sie sich zu Beginn zurückhaltend äußern.

McAllister, als er auf die Kreditaffäre seines Vorgängers in der Staatskanzlei, Ex-Bundespräsident Christian Wulff, angesprochen wird. Weil, als er auf die Kritik am SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück antworten soll. Unisono betonen beide Männer, dass diese Themen keinen Einfluss auf den Wahlausgang haben. Geschafft.

Nach dem eher vorsichtigen Start wird es kontrovers, als Weil auf Koalitionspläne der SPD mit der Linken angesprochen wird. Es sei so unrealistisch, dass die „Splitterpartei“ in den Landtag einziehe, daher lohne es nicht, über Rot-Rot-Grün zu sprechen, weicht er aus. McAllister findet klarere Worte: „Es ist verräterich, was sie sagen.“ Die CDU zeige immer eine klare Kante gegen die Linke.

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Zwei Kandidaten auf Augenhöhe

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Kontrahenten immer ruhig und kontrolliert

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  • Also es tut mir leid aber mir ist dieser aalglatte "Milchbube" Mc Allister so richtig unsympathisch. Ich kann nicht anders, ich glaube der wird genau so untergehen wie mit seinem Drachenboot, das war ein schlechtes Omen, ein Vorzeichen. Also ich würde auf Rot-Grün setzen, wo kann man wetten? Wie stehen eigentlich die Quoten? Da vertraue ich den Buchmachern doch mehr als den Wahlumfragen.

  • Wer hätte das gedacht, daß es bei der Wahl auf jede Stimme ankommt? Da staunt der Leser und dem Fachmann stehen die Haare zu Berge. Ist das schon die Erklärung vom Wahlabend, da die fdp zwar 180%o erreichte, was beim Nachhauseweg von der Wahlkampfparty u.U. wahnsinnige Folgen haben könnte. Wenn es nicht mehr sein sollte, käme der ein oder andere noch davon. Das Gros wird einfach in ein anderes Bundesland umziehen wollen, solange bis die Schwabenpartei wieder eingreifen kann. Bei zwei Stiftungen rechnet sich das ohnehin.

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