TV-Kritik Anne Will
„Irgendwer wird gehen müssen“

Es ist das politische Thema der Woche: Thomas de Maizière und das Euro-Hawk-Debakel. Doch der Talk-Runde bei Anne Will fehlte der Schwung. Die Gäste verloren sich in Detailfragen und redeten aneinander vorbei.
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KölnIst Rücktritt vielleicht noch zu wenig Strafe? Am Ende ihrer Sendung stellte Anne Will die Frage, ob es härtere Sanktionen geben solle für das, was viele dem Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) vorwerfen: Verschwendung von Steuergeldern. „Müsste es einen Straftatbestand der Steuerverschwendung geben?“, wollte sie wissen und verglich per Einspielfilm die Drohen Euro-Hawk mit dem Flughafen Berlin-Brandenburg. Beides Projekten, die immer teurer und teurer wurden.

Das ging auch Jürgen Trittin entschieden zu weit. Der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag war in Anne Wills Runde zum Thema „Das Drohnen-Debakel - de Maizières letzte Mission?“ der schärfste Kritiker des Verteidigungsministers. Ihm und anderen Politiker mit Strafgesetzen zu Untreue oder Fahrlässigkeit auf den Pelz zu rücken hielt er allerdings für keine geeignete Lösung. Auch eine klare Rücktrittsforderung sprach er nicht aus – wie es auch seine Partei im Laufe des Tages nicht getan hatte.

Das war es dann aber auch schon mit der Zurückhaltung. Trittin warf dem Minister vor allem vor, nicht intensiv genug bei den eigenen Leuten nachgefragt zu haben. Und, als er dann von den unlösbaren Problemen wusste, nicht den Bundestag informiert zu haben. Nur deshalb sei noch mehr Geld als ohnehin schon verschwendet worden.

Der zweite Kritiker de Maizières in der Runde war der Journalist und Politikberater Michael Spreng. Er stellte mehrfach fest, dass die Affäre Konsequenzen haben müsse. „Ob nun er selbst oder seine beiden Staatssekretäre“, sagte er. „Irgendwer wird gehen müssen.“

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  • Frau Will war mal wieder ein Flop.
    Entweder,Sie muss sich in Zukunft erstklassig vorbereiten,das macht Sie so gut wie garnicht.Das heisst,man sollte die TEUERE sogenannte Moderatin aus dem Programm streichen.Wir haben als Zahler besseres verdient.
    Weiter,sind die geladenen Gäste meistens ebenfalls ein Desaster.
    Gestern.Den Ex-General einzuladen.der wird sich hüten klare Aussagen zu machen.also Fehlbestzung.Das gleiche gilt für den CDU Mann /eine Pfeife,der nur sein Verwirrprogramm abspult.Die Dame von der FDP war nicht viel besser.Die Einzigen die überzeugen konnten waren die Beiden Anderen.Frau Will lässt Quatschen und lenkt nicht.
    Bei der ganzen Sche ging es a/um die Nichtzulassung zum Luftverkehr.(hier sollte mal jemand klarmachen,das nicht ein Kollosiationsprogramm aus den zievielen Sektor,oder aus anderen Kampfflugzeugen zu verwenden ist.Dadurch entstehen minimale Kosten und nicht die Fantastereien von Herrn de Maizieres.%00 bis 600 millionen Euro.Auch das sind Fantastereien und keiner bemerkt es,oder führt Ihn Ad Absurdum.Zum Zweiten:Die bewusste Täuschung des Bundestages betreffend der Nato Drhne.Hier hat man ganz einfach kriminell getrickst,den wahren Sachverhalt des Euro Hawk verschwiegen um an die Zustimmung für ² 500 millionen bzw.einer halben µilliarde €uro.Hinter Jedem anderen Menschen wäre schon die Staatsanwaltschaft her,aber bei diesen selbstherrlichen Ministerien scheut mabn sich,zihet den Schwanz ein.Unsere Justiez ist einer armer verächtlicher Haufen,der gutes Geld für nichtstuen verdient.

  • Das ist genau der Punkt wo ich allen verantwortlichen Politikern die Schuld gebe. Keine Talkshow wird ausgelassen und da wird über etwas geredet wo derjenige Verantwortliche
    überhaupt nicht Bescheid weis. Das wird auch im Fall Maiziere zugegeben. Das ist doch Comedy/Satire !
    Anstatt seinen Laden auf vordermann zu bringen, redet man
    und redet man. Das Geld was die Talkshow kostet, könnte man den Flutopfern spenden.

  • König De Maisiere sitzt täglich auf seinem vergoldeten Ministerthron um Audienz zu halten,
    dazu besitzt er zwei Goldene Entscheidungskellen , auf der einen steht 'Ja', auf der anderen steht 'Nein'.
    Die Sekretäre tragen ihm allmorgendlich alle Anliegen vor.

    Der König entscheidet durch heben der entsprechenden Kelle.
    Dabei versteckt er hinter seinem strengen, unbeweglichen Gesicht sein einfältiges Beamtenwesen.

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