Twitter und Facebook
Was dem Netz zu Altkanzler Kohl einfällt

In diesen Tagen wird Helmut Kohls 16-jährige Kanzlerschaft gefeiert. Deswegen haben wir nachgefragt: Soli, Einheit, Merkel, Saumagen, Maastricht - was fällt den Facebook- und Twitter-Nutzern zum Altkanzler ein?
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Vor 30 Jahren begann die Kanzlerschaft des Helmut Kohl. 16 Jahre dauerte seine Amtszeit, über die bis heute die Meinungen auseinandergehen: Deutsche Einheit, europäische Integration, aber auch das dunkle Kapitel der CDU-Spendenaffäre werden mit Kohls Kanzlerschaft verbunden. Wir haben bei Twitter und auf Facebook gefragt, was den Nutzern zum Altkanzler einfällt.

Visionär und konsequent, findet Gerhard Maier Kohl Wegs zur Wiedervereinigung. Für Heinz-Peter Heilmann ist Kohl „der letzte gute Kanzler des Landes“ und Martin Hofknecht sieht ihn in einer Reihe mit Helmut Schmidt. Für ihn ist Kohl „jemand, der zu Zeiten des kalten Krieges gute Entscheidungen für den Frieden in Europa mit anderen Staatsmännern (Gorbatschow etc.) getroffen hat“.

Dem stehen zahlreiche kritische Stimmen gegenüber. Torsten Fabian findet, dass sich der Osten ohne die Hilfe Kohls befreit habe und der Dank eher den Leipziger Montagsdemonstrationen, Gorbatschow oder Bewegungen wie Solidarnosc gebühre. Auch die Spendenaffäre ist Thema: Der Facebook-Nutzer Ste Ho ärgert sich darüber, dass Kohl bis heute nicht die Namen der Spender genannt hat und dennoch jetzt wieder „hochgejubelt wird“.

Auch auf Twitter wird mit dem Hashtag „kohlseidank“ über Kohls Kanzlerschaft diskutiert. @Tolomir2 schreibt: „Blühende Landschaften und das alles aus der Portokasse.“ Und für Dragonloader ist Kohl dank Wiedervereinigung und Euro gar „der größte Geldvernichter“.

 

Kommentare zu " Twitter und Facebook: Was dem Netz zu Altkanzler Kohl einfällt"

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  • Dr Kohl hat im richtigen Moment den damaligen Aussenminister
    D.Genscher in den Ruhestand geschickt....dafür ist ihm niemals gedankt worden..Herr Genscher wollte unbedingt die USA und UK in einen Landkrieg in Jugoslawien verstricken...
    Dr Kohl erkannte die Gefahr und bat ihn zu gehen...danke Dr Kohl.

  • Was mir zu Kohl einfällt? Gut gestartet und schlecht gelandet. 16 Jahre sind definitiv 8 Jahre zuviel. In einer Demokratie muss die Amtszeit per Gesetz auf zwei begrenzt werden.
    Nicht das die Opposition wirklich eine Alternative wäre. Aber Frau Merkel hat trotz der Staatsschuldenkrise noch keine staatliche (Spar-) Reform auf den Weg gebraucht die Deutschland zukunftssicher macht. Stattdessen brechen die europäischen Exportmärkte weg, es schwächelt China und USA und D steckt unter Merkel wie unter einer Taucherglocke. Nichts tut sich! D im Reformstau dafür mit Ausfallgarantien für europäische Pleitestaaten ist ein negativer Erfolgsausweis für die Kanzlerin.

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