Über 600 Fragebögen ausgewertet
Viele Pegida-Demonstranten wählen AfD

Göttinger Wissenschaftler haben über 600 ausgefüllte Fragebögen von Pegida-Aktivisten ausgewertet: Danach würden viele die AfD wählen und autoritäre Krisenlösungen bevorzugen. Repräsentativ ist die Umfrage jedoch nicht.

Recht und Ordnung, die politische Selbstbestimmung Deutschlands sowie eine „deutsche Leitkultur“ – dies ist laut einer Studie den Dresdner Pegida-Demonstranten besonders wichtig. Wie aus den am Sonntag veröffentlichten Ergebnissen einer Befragung weiter hervorgeht, würden 80 Prozent der Teilnehmer die AfD wählen und 2 Prozent erst gar nicht zur Wahl gehen.

Wissenschaftler des Göttinger Instituts für Demokratieforschung haben nach eigenen Angaben 610 Fragebögen vom November 2015 ausgewertet. Sie selbst bezeichnen die Studie als nicht repräsentativ. Das Institut gehört zur Georg-August-Universität Göttingen.

Wie aus der Untersuchung weiter hervorgeht, äußern viele der Befragten aus den Reihen der fremdenfeindlichen Pegida-Bewegung zwar eine gewisse Hilfsbereitschaft gegenüber Flüchtlingen. Davon ausgenommen sind jedoch Asylbewerber aus islamischen Ländern. 45 Prozent der Demonstrationsteilnehmer fordern dabei eine klare Differenzierung.

41 Prozent sprechen grundsätzlich allen Menschen ein Recht auf Asyl in Deutschland ab. 94 Prozent der Befragten plädieren angesichts der Flüchtlingsdebatte für autoritäre Krisenlösungen. Und 82 Prozent verlangen die „Befestigung und Verteidigung“ der deutschen Nationalgrenzen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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