Überblick
Aufgaben der Flugsicherung

„Die Flugsicherung dient der sicheren, geordneten und flüssigen Abwicklung des Luftverkehrs.“ Mit diesem Satz beschreibt das Luftverkehrsgesetz im Paragraf 27c die Aufgaben der noch zu 100 Prozent im Bundesbesitz befindlichen Deutschen Flugsicherung GmbH (DFS), die nach dem Willen der Bundesregierung zu 74,9 Prozent privatisiert werden soll. Das Vorhaben hat Bundespräsident Horst Köhler vorerst gestoppt, indem er sich weigerte, das entsprechende Gesetz zu unterschreiben.

Die DFS entstand 1992 aus einer Behörde. Damals musste nach einem vergleichbaren Veto von Bundespräsident Richard von Weizsäcker eigens das Grundgesetz geändert werden. Sie hat zurzeit nach eigenen Angaben rund 5300 Mitarbeiter.

Etwa 1800 Lotsen stellen die größte Berufsgruppe. Sie steuern den Luftverkehr an mehreren DFS-Standorten im Bundesgebiet und bei Eurocontrol im niederländischen Maastricht. Dazu kommen 1000 Techniker und Ingenieure, deren Mehrzahl in der Zentrale in Langen bei Frankfurt am Main arbeitet. Die übrigen sind als Flugberater oder in der Verwaltung tätig.

Den im globalen Wettbewerb stehenden Fluggesellschaften ist die sensible „hoheitliche“ Aufgabenstellung oft ein Dorn im Auge. Sie hat zur Folge, dass in Europa weite Teile des Luftraums nicht nach Verkehrsaspekten, sondern nach hoheitlichen Vorgaben geordnet sind und beflogen werden müssen, was im Vergleich etwa zu den Vereinigten Staaten oft absurde Verfahrensweisen nötig macht.

Ein Ziel der Kapitalprivatisierung ist daher auch die Verwirklichung des „Single European Sky“, einer Aufteilung des Luftraums nach den Erfordernissen des Verkehrs, weitgehend unabhängig von Staatsgrenzen. Die Bundesregierung argumentierte in der Vergangenheit, dass diese Aufteilung unter staatlichen Behörden schwieriger sei als unter privatrechtlich organisierten Unternehmen.

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