Übergriff
Fremdenfeindlicher Überfall auf Berliner Abgeordneten

Der türkischstämmige Berliner Linkspartei-Abgeordnete Giyasettin Sayan ist laut Polizeiangaben einem fremdenfeindlichen Überfall zum Opfer gefallen.

HB BERLIN. Zwei Schläger hätten den 56-Jährigen am späten Freitagabend im Bezirk Lichtenberg mit einer Flasche geschlagen und schwer verletzt, sagte ein Polizeisprecher am Samstag.

Dabei sei er auch als „Scheiß Türke“ beschimpft worden. Mit einer Gehirnerschütterung und Prellungen sei Sayan in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Die Schläger seien entkommen.

Von den Tätern gibt es noch keine Spur. Es gebe erste Hinweise von Zeugen, Konkretes sei aber noch nicht dabei, sagte ein Sprecher der Polizei am Sonntag in Berlin.

Sayan, der die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, ist migrationspolitischer Sprecher seiner Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus. Der Diplom-Politologe stammt aus Mus im kurdischen Osten der Türkei und lebt seit den 70er Jahren in Deutschland.

Für die PDS sitzt er seit 1995 im Berliner Landesparlament. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Linkspartei im Bundestag, Petra Pau, wollte Sayan im Krankenhaus besuchen.

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