Überraschend einberufenen Präsidiums -Sitzung
Vertriebenen-Präsidentin in der Kritik

Der Bund der Vertriebenen hält an Entschädigungsforderungen gegen Polen fest. Das Präsidium tadelte Präsidentin Steinbach wegen ihrer Bereitschaft in dieser Frage eine «Nulllösung» hinzunehmen.

HB BERLIN. Die Präsidentin des Bundes der Vertriebenen (BdV), Erika Steinbach (CDU), ist in den eigenen Reihen in die Kritik geraten. Wie die «Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung» (FAS) berichtet, soll bei einer überraschend einberufenen Sitzung des BdV-Präsidiums in der vergangenen Woche für ihre Bereitschaft getadelt worden sein, im Streit um die Entschädigungsforderungen eine «Nulllösung» hinzunehmen.

Steinbach hatte angeregt, dass Deutschland statt Polen die Vertriebenen entschädigen sollte, auch wenn es nur einen symbolischen Betrag oder eben eine Nulllösung gebe.

Laut FAS zeigt es jedoch mittlerweile, dass Steinbach mit dieser Position im Präsidium des BdV alleine steht. Das «Recht auf Heimat» könne eben nicht in Deutschland «innerstaatlich» verwirklicht werden, sagte Präsidiumsmitglied und BdV-Landesvorsitzender von Nordrhein-Westfalen, Hans-Günther Parplies laut der Zeitung. Deshalb habe das Gremium den Begriff «Nulllösung» ebenso «einhellig» zurückgewiesen wie den Gedanken einer innerdeutschen Entschädigung.

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