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Üppige Lohnsteuereinnahmen: Arbeitnehmer bescheren Schäuble Milliardenplus

exklusivTrotz schwächelnder Konjunktur sprudeln die Steuereinnahmen von Bund und Länder. Im ersten Halbjahr 2013 stiegen sie im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,5 Prozent – mehr als bei der Steuerschätzung angenommen.

Das Ministerium von Wolfgang Schäuble erhält mehr Steuermilliarden als erwartet. Quelle: dpa
Das Ministerium von Wolfgang Schäuble erhält mehr Steuermilliarden als erwartet. Quelle: dpa

DüsseldorfBund und Länder haben in den ersten sechs Monaten dieses Jahr 3,5 Prozent mehr Steuern eingenommen als im Vorjahreszeitraum. Dies berichtet das Handelsblatt unter Verweis auf neue Zahlen aus dem Bundesfinanzministerium. Die Steuerschätzung für das Gesamtjahr basierte auf einem Zuwachs von 2,5 Prozent.

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Die neuen Daten zeigen, dass nicht nur die Lohnsteuer, sondern auch die gewinnabhängigen Steuern deutlich zulegten. Offenbar schlug die schwache Konjunktur bislang kaum auf die Gewinne der Unternehmen durch: Die Kapitalgesellschaften zahlten im ersten Halbjahr 9,3 Prozent mehr Körperschaftsteuer. Angesichts des schwierigen außenwirtschaftlichen Umfelds, von dem besonders die stark exportorientierten Kapitalgesellschaften betroffen seien, erweise sich das Körperschaftsteueraufkommen als „erstaunlich robust“, hieß es aus dem Finanzministerium.

Analyse zum Download Der nimmersatte Staat

Bürger und Wirtschaft zahlen heute so viel Geld an den Fiskus wie noch nie – im Schnitt 7500 Euro Steuern pro Jahr. Doch die Opposition verlangt noch mehr Geld und macht Wahlkampf mit der Mär vom unterfinanzierten Staat.

Dreh- und Angelpunkt für die Staatsfinanzen bleibt der Arbeitsmarkt. Hohe Beschäftigung sichert den Sozialkassen hohe Beitragseinnahmen und dem Fiskus üppige Lohnsteuerzahlungen. So zahlten die Arbeitnehmer im ersten Halbjahr fünf Milliarden Euro mehr Lohnsteuer an das Finanzamt als im Vorjahreszeitraum. Mit einem Plus von 7,2 Prozent war der Anstieg um fast zwei Prozentpunkte höher, als vom Arbeitskreis Steuerschätzungen für das Gesamtjahr kalkuliert. Die Lohnsteuereinnahmen im Juni seien mit 8,7 Prozent Zuwachs „außergewöhnlich hoch“ gewesen, hieß es aus dem Ministerium weiter.

Gehalts-Rechner Was netto vom Bruttolohn bleibt

Berechnen Sie mit dem Brutto-Netto-Rechner, was nach Steuern und Abgaben übrig bleibt.

  • 22.07.2013, 07:04 Uhrvs.deutscheSteuerbetrueger

    Gute Basis für eine Erhöhung der Bezüge des OeD und der Beamtenbezüge in den nächsten Jahren. Wenn nicht jetzt wann dann? Viel zu lange wurde schon von den Staatsbediensteten Verzicht geübt.

  • 22.07.2013, 07:05 Uhrwomen

    Da strahl er der Herr Schäuble, weiß er jetzt, dass er noch mehr Geld an Reiche, Banken, Versicherungen, Konzerne verschenken kann.
    Marode Autobahnen, Straße, öffentliche Gebäude, Schulen, geschlossene Schwimmbäder usw. dies ist dasa Gesicht eines Landes in dem die Steuereinnahmen nur so sprudeln.

  • 22.07.2013, 07:07 UhrWegweiser

    Leider wird davon der deutsche Steuerzahler kaum etwas haben. Weder eine Steuerentlastung, noch eine Bereinigung des Steuerdschungels.

    Ganz im Gegenteil, neue Steuererhöhungen kündigen sich schon nach der Wahl an. Die Eurozonenwährungserhaltungsrettungen benötigen sehr viel mehr Geld, dass Schäuble oder auch andere Regierungsmehrheiten in Deutschland definitiv nicht haben. Stichwort marode Infrastruktur, PKW-Maut, Eurobonds, Euro-Soli, Bankenunion, eine europäische Wirtschaftsregierung, die Geld- und Währungspolitik der EZB dient nur noch dem bedingungslosen Erhalt dieser multinationalen Einheitswährung.

    Auch der Aufbau Ost bedarf weiterer Mittel, da der Solidarpakt 2 degressiv ausgestaltet ist und hier die demographische Entwicklung besonders negativ zum Tragen kommt. Auch die Energiewende wird zu einem finanzpolitischen Albtraum für die Bürger.

    Die guten Zahlen und Nachrichten besagen also gar nichts! Am 22. September 2013 sollte dies der Wähler bedenken - wählen gehen und neue Wege gehen - mit neuen Gesichtern, Ideen und keine utopischen Visionen mehr, die unbezahlbar sind!

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