Ukraine-Krise

Schröder warnt vor neuen Russland-Sanktionen

„Russland-Versteher“ und stolz drauf: Ex-Kanzler Gerhard Schröder bekennt sich beim „Russlandtag“ in Rostock zum umstrittenen Nachbarn und warnt den Westen davor, weitere Sanktionen in der Ukraine-Krise zu verhängen.
Update: 01.10.2014 - 14:20 Uhr 28 Kommentare

Alt-Kanzler Schröder: Halte Sanktionen für falsch

BerlinEx-Kanzler Gerhard Schröder fühlt sich Russland weiter eng verbunden und will trotz Kritik auch künftig als „Russland-Versteher“ für bessere Beziehungen werben. Der Begriff „Russland-Versteher“ sei zu einem Kampfbegriff geworden, mit dem jene diskreditiert werden sollten, die eine differenzierte Debatte führen wollten, sagte Schröder am Mittwoch in Rostock auf dem Russland-Tag, der wegen der Rolle Moskaus im Ukraine-Konflikt umstritten ist.

Das Wirtschaftstreffen wird von der mecklenburg-vorpommernschen Landesregierung von Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) ausgerichtet. Die mehr als 400 Teilnehmer kommen in erster Linie vornehmlich aus Mecklenburg-Vorpommern und dem Gebiet rund um St. Petersburg.

„Ich stehe dazu, dass ich Russland, seine Menschen und seine politische Führung verstehen will. Ich schäme mich dafür nicht, im Gegenteil: Ich bin stolz darauf.“ Schröder ist mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin eng befreundet.

Aus seiner Sicht entwickelten sich die Beziehungen des Westens mit Moskau in die falsche Richtung. Er warb dafür, den Dialog mit Russland trotz des fortwährenden Ukraine-Konflikts zu suchen. „Nur so kann Vertrauen entstehen, das derzeit fehlt“, sagte Schröder.

Schröder warnte die USA und die EU vor neuen Russland-Sanktionen in der Ukraine-Krise. „Die gegenseitigen Sanktionen schaden beiden Seiten immens“, sagte Schröder laut Redemanuskript auf dem Russland-Unternehmertag in Mecklenburg-Vorpommern am Mittwoch in Rostock. „Deswegen mahne ich an, dass sowohl die russische als auch die europäische Politik aus der Spirale von immer schärferen Wirtschaftssanktionen herausfinden müssen.“

Russland fühle sich vom Westen bedroht
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28 Kommentare zu "Ukraine-Krise: Schröder warnt vor neuen Russland-Sanktionen"

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  • Herr Keizer,

    wie so oft in der letzten Zeit herrscht auch hier aus meiner Sicht ein großes Missverständnis. Sie setzen Putins vermutete Ambitionen der russischen Politik gleich. Ich bin überzeugt, dass dem nicht so ist. Imperiale Gelüste kann ein Mensch haben, aber kein Staat. Die Interessen Russlands liegen wohl eher vorrangig in der Schaffung einer Pufferzone zwischen der NATO und Russland. Und das mit gutem Grund. Immerhin hat die NATO in den vergangenen zwei Dekaden alles gemacht um Russland auf die "Pelle" zu rücken. Das Russland dies nicht stillschweigend hinnimmt ist doch wohl verständlich.
    Ganz sicher gibt es genug Anlass die Verhältnisse in Russland zu kritisieren und auch Putins persönliche Rolle dabei. Aber im gegenwärtigen Konflikt sollte dabei im Hinterkopf immer präsent sein, dass der Ukrainekonflikt provoziert wurde, vor allem von Scharfmachern wie Rasmussen und seinen Freunden aus den USA. In sofern kann man von Putin halten was man will - wir sollten in Europa eher danach trachten die Beziehungen zu Russland zu normalisieren. Nebenbei gesagt wird dies auch Putins persönliche Macht in Russland eher schwächen und den demokratischen Kräften im Lande Aufträge geben. Scharfmacherei hingegen stärkt die Position Putins nur.

  • Am Tag der deutschen Einheit wird es in Leipzig eine Demonstration für Freiheit und Frieden geben.
    Sie richtet sich gegen Krieg mit Russland und für einen Austritt Deutschlands aus der NATO aus.
    Es wird Zeit den Kriegstreibern, die auch in Deutschland sitzen, gehörig auf die Finger zu klopfen!

  • Die 1997 in Paris unterzeichnete Nato-Russland-Grundakte enthält überwiegend Absichtserklärungen für die künftige gute Zusammenarbeit in allen relevanten Fragen der Sicherheitspolitik.Gegen die hat die Nato schon mit ihren mehrwöchigen Luftangriffen auf Jugoslawien im Kosovo-Konflkt verstoßen. Weiter Verstöße waren 2008 die Versuche, Georgien und die Ukraine in die Nato aufzunehmen.
    Heute greifft der Westen einschließlich Merkel in demagogischer Weise Putin an und gefährdet unseren Frieden. Das ist politischer Kindergarten. Besonders der KSE-Vertrag würde durch weitere Stationierungen im Osten der früheren Teilungsgrenze verletzt.
    Vergeblich hat Putin dagegen auf der Münchner Sicherheitskonferenz 2007 protestiert.
    Das alles haben diese Pseudopolitiker bei uns vergessen?
    Dafür schäme ich mich als Deutscher!

  • Fakt ist doch, dass noch kein amerikan. Präsident nach dem russ. Kontinent gegriffen hat, außer jetzt dieser Blender Obama.
    Da zündelt man dann ein bißchen in der Uraine und wundert sich dann, dass die dort lebende russ. Bevölkerung es nicht mitmacht, dass sie in ihren Rechten beschnitten wird und schwupp macht man Putin zum Bösen.
    Denn genau so ist die Sache abgelaufen.
    Und diese IM Erika ist absolut USA-hörig. Obama braucht nur hüsteln und schon ist sie da und macht alles was Obama verlangt.
    Diese Frau ist der Untergang Deutschlands
    Viele merken das nur noch nicht

  • Aus seiner Sicht entwickelten sich die Beziehungen des Westens mit Moskau in die falsche Richtung. Er warb dafür, den Dialog mit Russland trotz des fortwährenden Ukraine-Konflikts zu suchen. „Nur so kann Vertrauen entstehen, das derzeit fehlt“, sagte Schröder.

    Wenn dies wirklich alles ist was Schröder als Ratschlag an den Westen drauf hat, dünn, sehr dünn.

    Dialog. Ja da war doch was. hatte nicht die Merkel nach dem Einmarsch auf die Krim regen Dialog mit Putin. War wohl etwas einseitig, denn dann marschierten Putins Soldaten in der Ostukraine ein.

    Von einem involvierten ehemaligen Bundeskanzler hätte ich mehr Gehirnschmalz erwartet, auch wenn er gekauft ist. Denn es ist noch ein langer Weg bis zum vorherigen Status der Beziehungen.

    Schönen Abend noch.

  • Vittorio Queri
    volle Zustimmung zu Ihrem beitrag.
    ABr ich glaube, die FDJ-Aktivistin wird auch das überleben, denn der dumme deutsche Michl wird sie wiederwählen.

  • Herr Keizer, mit politischen Willen kann mann alles wollen aber zum Beispiel das Gas ist ohne Russland einfach nicht genügend zu kriegen. Nur wenn Sie ungefähr 60-70% mehr zahlen wollen dann kommt es bestimmt in vier oder fünf Jahre. Dann sind sie Unabhängig von Russland aber Abhängig von die Katar Diktatur und von die USA Selbstsucht.

    Dabei kommt dass heutzutage eigentlich Kriegerische Macht ein Unding sein sollte. Es geht ja um ökonomische Zusammenarbeit. Das heilt. Grenzenlosen EU und Nato Erweiterung zerstört nur. Dass können Kinder jeder erzählen.

  • Danke Handelsblatt , danke fuer diese Kommentare.

    Es kommt einem so vor, als ob wir uns bereits im Krieg befinden würden,
    und die sonstige öffentliche Presse nur mehr massiv zensierte Berichte
    und Kommentare zulassen würde ,
    obwohl laut Umfragen ein Großteil der deutschen Bevoelkerung durchaus
    Verständnis fuer das Handeln Putins " in seinem Vorgarten " aufbringt.

    Wer zahlt eigentlich die verbilligten Gaspreise der Ukraine in der Zukunft?

  • Herr Yoski
    das wird doch der liebe Herr Putin nicht machen. Bitte nicht vergessen: die Bösen sind die anderen.

  • @ Herr Heinz Keizer

    >> sollten wir schon was dagegen tun <<

    Wenn man kein Erdgas hat, bedeutet das auch, dass man keins heranzüchten kann. Man muss es IMPORTIEREN !

    Genau so wie mit den Bananen. Wenn bei uns keine Bananen wachsen, müßen wir diese aus wärmeren Regionen IMPORTIEREN.

    Außer paar Exoten in Gewächshäusern ( unwirtschaftlich dazu ) können Sie in unseren Regionen keine Bananen in notwendigen Mengen züchten !

    Und wenn man diese einfache Logik begriffen hat, hört man automatisch auf, den Russenmob zu betreiben. Russland ist nämlich unser Rohstofflieferant.

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