Ulrich Wegener Ex-Kommandeur kritisiert Piraten-Bekämpfung

Der Ex-Kommandeur der GSG 9, Ulrich Wegener, kritisiert die Pläne gegen die Piraten an der Küste von Somalia. Sein Urteil: „Dieses Konzept haben Leute entwickelt, die überhaupt keine Ahnung von der Sache haben.“
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Deutsche Marine-Soldaten sichern die Fregatte „Karlsruhe“. Quelle: dpa

Deutsche Marine-Soldaten sichern die Fregatte „Karlsruhe“.

(Foto: dpa)

MünchenDer frühere Kommandeur der Polizei-Spezialeinheit GSG 9, Ulrich Wegener, hält die geplante Ausweitung der Anti-Piraten-Mission „Atalanta“ für nicht ausreichend. Wegener kritisierte im „Focus“ vor allem die Einschränkungen bei der Verfolgung der Piraten an der Küste von Somalia. Die EU hatte sich geeinigt, Stellungen der Seeräuber künftig auch in einem zwei Kilometer breiten Küstenstreifen aus der Luft anzugreifen.

Wegener befürchtete, die Piraten könnten ihre Waffen gleich hinter der Zwei-Kilometer-Linie positionieren und deutsche Soldaten von dort angreifen. Er urteilte: „Dieses Konzept haben Leute entwickelt, die überhaupt keine Ahnung von der Sache haben.“

Die geplante Ausweitung des „Atalanta“-Mandats stößt auf Ablehnung der Opposition. Der CDU-Verteidigungsexperte Ernst-Reinhard Beck befürchtete im Gespräch mit der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“, die Ablehnung könne der Anfang vom Ende der Konsens-Politik bei der Verteidigung sein.

  • dapd
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5 Kommentare zu "Ulrich Wegener: Ex-GSG-9-Kommandeur kritisiert Piraten-Bekämpfung"

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  • @Nextstep
    Ja!

    Aber glauben Sie, dass es mit Ihrer Idee ein Politiker in die Nachrichten schafft. Zum anderen müssen Sie bedenken, dass diese kriegerischen Auseinandersetzungen Bruttosozialprodukt schafft und Arbeitsplätze in Deutschland sichern. Wer hätte also an Ihrer Idee ein Interesse?

    Das Beispiel zeigt, wie verkommen unsere politische Klasse ist und dass dort der Gedanke eines harmonischen Zusammenlebens als Ziel unserer Gesellschaft nicht mehr etabliert ist.

    Bedauerlich, schade, beschämend!

  • Das Piratenproblem ist viel einfacher zu lösen.

    Gebt diesen ehemaligen Fischern,deren Fanggründe von internationalen Fangflotten geplündert wurden und die seitdem im Elend sind eine wirtschaftliche Perspektive zum überleben. Notfalls wären auch monatliche Schecks sowie die Errichtung einer kleinen Infrastruktur - Schule , Krankenhaus - förderlich.

    Also nicht Armee ist hier gefragt, sondern Wirtschaftsförderung und Entwicklungshilfe.

    Herr Niebel hören sie mich ?

  • Ähm, dumme Frage, kann man Piraten denn nicht auf dem Wasser versenken? Sollte mit Eurofightern doch kein Problem sein... Oh ich vergaß! Die Luft-Boden/Wasser-Bewaffnung ist ja immer noch in der Entwicklung, damit geht dann halt nur die Luftüberlegenheit gegen die Piraten :-)

  • Das war nichts Neues von Herrn Wegener. Daran müssen wir uns wohl gewöhnen.

    Sollten wir uns wirklich daran gewöhnen?

    Eigentlich sind wir es unseren Vätern verpflichtet, für die Demokratie so zu kämpfen wie sie es gezeigt haben.

    Unsere unblutigste Waffe ist unser Wahlzettel.

    Wenn uns das ganze Gesülze der Poitiker ankotzt, dann sollten wir zur Wahl gehen und das Kreuz dort setzen, wo bisher bestimmt keine Beteiligung am Untergang unserer Gesellschaft war.

    Vielleicht werden wir Bürger dann wieder von der neuen Politikergeneration ernst genommen. Es ist dann auch an der Zeit, die Überversorgung, mit der Selbstbedienungsmentatlität der Politiker aufzuräumen.

  • „Dieses Konzept haben Leute entwickelt, die überhaupt keine Ahnung von der Sache haben.“ Genauso ist es auch bei den Euro-Rettungschirmen. Null Ahnung aber immer feste labern.

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