Deutschland

_

Ultimative Nachbesserungen gefordert: IG Metall stellt sich auf unbefristeten Streik ein

Im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie bahnt sich ein Streik an. Die IG Metall forderte die Arbeitgeber am Mittwoch ultimativ auf, ihr bisheriges Angebot von 1,2 Prozent nach Ostern nachzubessern.

HB HAMBURG. Andernfalls werde der Hauptverstand der Gewerkschaft am 24. und 25. April Urabstimmungen über einen unbefristeten Streik beschließen, sagte IG-Metall-Sprecher Georgios Arwanitidis in Frankfurt. Für nächste Woche ist in den Regionen eine weitere Verhandlungsrunde angesetzt. In den beiden wichtigen Bezirken Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen kommen Arbeitgeber und Gewerkschaft dann zum sechsten Mal zusammen.

Anzeige

Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall reagierte unbeeindruckt auf die Streikdrohung. „Wir haben ein Angebot vorgelegt, jetzt ist es an der IG Metall sich zu bewegen. Alles Weitere passiert am Verhandlungstisch“, sagte ein Gesamtmetall-Sprecher in Berlin.

In der vergangenen Woche hatten die Arbeitgeber Entgeltsteigerungen von 1,2 Prozent bei einer Laufzeit von zwei Jahren angeboten. Hinzu kommen sollen zwei Einmalzahlungen von 0,6 Prozent im laufenden Jahr und 0,4 Prozent im nächsten Jahr, die die Arbeitgeber von der Ertragslage des jeweiligen Unternehmens abhängig machen wollen. Das lehnt die Gewerkschaft ab. Sie verlangt fünf Prozent mehr für die 3,4 Millionen Beschäftigten der Branche und will die Wiedereinsetzung des Tarifvertrags über vermögenswirksamen Leistungen durchsetzen.

Falls die regionalen Tarifkommissionen die Verhandlungen in der nächsten Woche für gescheitert erklären und der Gewerkschaftsvorstand Urabstimmungen beschließt, könnte Anfang Mai ein Streik beginnen. Den traditionellen „Tag der Arbeit“ am 1. Mai wolle die IG Metall nutzen, um ihre Mitglieder zu mobilisieren, heißt es aus der Gewerkschaft. In den Bezirken liefen bereits Vorbereitungen für die Urabstimmung. In der Tarifabteilung des Vorstands werde an der Streiktaktik gefeilt.

Am Mittwoch setzte die Gewerkschaft ihre Warnstreiks in mehreren Tarifbezirken fort. Dem Aufruf zu befristeten Arbeitsniederlegungen seien erneut mehrere tausend Beschäftigte gefolgt, teilte die IG Metall mit.

  • Die aktuellen Top-Themen
Steuer-Affäre: Hoeneß soll auf T-Aktien gewettet haben

Hoeneß soll auf T-Aktien gewettet haben

Medienberichten zufolge soll sich Uli Hoeneß mit Aktien der Deutschen Telekom verspekuliert und Millionen Euro verloren haben. Damit hätte die T-Aktie neben den tausenden Kleinanlegern auch ein prominentes Opfer.

Pjöngjang: Nordkorea testet weiter Kurzstreckenraketen

Nordkorea testet weiter Kurzstreckenraketen

Trotz Sanktionen testet Nordkorea erneut Kurzstreckenraketen, nachdem Pjöngjang bereits Raketen in östliche Gewässer feuerte. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon verurteilt die Tests als Provokation. Die Lage ist angespannt.

Anti-Euro-Partei: AfD-Chef will nicht zurück zur D-Mark

AfD-Chef will nicht zurück zur D-Mark

Der Vorsitzende der AfD-Partei Bernd Lucke will nun nicht zurück zur D-Mark, sondern ist für einen Euro-Ausstieg der südeuropäischen Staaten. So könnten die Süd-Länder allmählich wieder an Wettbewerbsfähigkeit gewinnen.

Handelsblog Bringt die Bürokraten in Erklärungsnot!

Die Regierung feiert sich. Mal wieder. Das Bundeskabinett hat den Bericht des Normenkontrollrates verabschiedet. Klingt abstrakt? Hat aber ganz praktische Bedeutung, denn es geht dabei um den von allen geforderten Abbau von Bürokratie. Die... Von Florian Kolf. Mehr…