Um offizielle Stellungnahme gebeten
Berlin protestiert gegen US-Einmischung bei Ostsee-Pipeline

Die Bundesregierung hat bei der amerikanischen Botschaft in Berlin offiziell gegen die Aufforderung eines US-Diplomaten protestiert, die Ostsee-Pipeline zu stoppen. Wie das Handelsblatt aus Regierungskreisen erfuhr, ließ Außenminister Frank-Walter Steinmeier einen Abteilungsleiter des Auswärtigen Amtes gegenüber der amerikanischen Vertretung erklären, dass die Bundesregierung über diesen Vorstoß sehr irritiert sei.

BERLIN. Der US-Botschafter in Schweden hatte die Regierung des EU-Mitgliedes in einem Zeitungsartikel aufgefordert, das sogenannte Nordstream-Projekt zu stoppen. Die Röhrenleitung soll russisches Gas nach Westeuropa befördern. Sie beginnt in Russland und endet in Deutschland, läuft unter Wasser aber über weite Strecken durch die finnnische und schwedische Wirtschaftszone.

Neben Deutschen und Russen sind im Konsortium auch Niederländer vertreten. Man habe der amerikanischen Seite deutlich zu verstehen gegeben, dass der öffentliche Appell an die Schweden ein äußerst ungewöhnliches Vorgehen sei und um eine offizielle Stellungnahme gebeten, hieß es in Regierungskreisen.

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