Umdenken
Gesamtmetall will Firmen ohne Tarifbindung vertreten

Es gibt im Arbeitgeberverband Gesamtmetall Diskussionen, auf Bundesebene auch Firmen ohne Tarifbindung zu vertreten. Die Einbindung dieser Firmen werde derzeit in den Mitgliedsverbänden und mit Gesamtmetall erörtert, sagte der Hauptgeschäftsführer des nordrhein-westfälischen Verbandes, Hansjörg Döpp, der „Financial Times Deutschland“ vom Montag.

HB BERLIN. Für Gesamtmetall bedeute das ein Umdenken: „Bisher versteht man sich als Verband der Tarifträger. Dieser Umdenkungsprozess ist notwendig, weil es auf der anderen Seite den Anspruch gibt, für alle sprechen zu wollen.“ Für die Änderung seien eine Mitgliederversammlung und eine Satzungsänderung notwendig. Eine Vertretung der Firmen ohne Tarifbindung (OT-Betriebe) würde es Gesamtmetall erlauben, diesen auf politischer Ebene eine Stimme zu geben. „Das betrifft nicht nur die Tarifpolitik, sondern auch die Sozialpolitik“, sagte Döpp und nannte als Beispiel das Thema neue Ausbildungsberufe. „Da sind OT-Betriebe bisher nicht gefragt worden.“ Die Diskussion biete sich 2005 an, weil es im nächsten Jahr keine reguläre Tarifrunde gebe.

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