Umfrage
Beck kommt gut an

Gelungener Start für Kurt Beck: Der designierte SPD-Chef bekommt von den Deutschen gute Noten: Seine aktuellen Umfrage-Werte liegen sogar noch höher als die anfängliche Euphorie für seinen Vorgänger Platzeck. Für die Zustimmung zu seiner Partei muss er allerdings noch einiges tun.

HB BERLIN. Eine klare Mehrheit der ARD-Deutschlandtrend-Befragten hält Beck für eine gute Wahl an der SPD-Parteispitze. 62 Prozent bejahten diese Einschätzung, 19 Prozent teilten sie nicht. Becks Vorgänger Matthias Platzeck, der im April aus gesundheitlichen Gründen überraschend zurückgetreten war, war zu seinem Amtsantritt im November 2005 nur von 48 Prozent für eine gute Wahl gehalten worden.

Die SPD wird laut Beck aber frühestens 2008 über ihren Kanzlerkandidaten entscheiden. "Die SPD wird im Laufe des Jahres 2008 darüber nachdenken, wann die Entscheidung ansteht und wie sie aussieht", sagte Beck dem Berliner "Tagesspiegel" auf die Frage, wann er darüber entscheiden werde, ob er als SPD-Vorsitzender von seinem Recht auf den ersten Zugriff Gebrauch macht. Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident sprach sich für geänderte parteiinterne Umgangsformen aus. "Ändern müssen wir unseren Umgang miteinander", sagte Beck. "Wir müssen uns gegenseitig stärker vertrauen." Er begegne seinen "Mitstreitern mit einem großen Vertrauensvorschuss, ohne naiv zu sein", fügte Beck hinzu.

Um die Zustimmung zu seiner Partei unter allen Bürgern zu erhöhen, muss Beck auch noch einiges tun: Die Union liegt der Umfrage zufolge in der Wählergunst weiterhin klar vor der SPD. 42 Prozent der Befragten gaben an, sie würden CDU oder CSU wählen, wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre. Für die SPD würden 31 Prozent stimmen. Die Union legte gegenüber der Vorwoche leicht zu und verlor leicht gegenüber dem Vormonat; bei der SPD war die Entwicklung umgekehrt.

Für die FDP würden neun Prozent stimmen, für die Grünen zehn und für die Linkspartei acht Prozent. In Ostdeutschland liegt die SPD mit 29 Prozent an der Spitze der Parteien, vor der CDU (28) und der Linkspartei (27). Im Westen ist dagegen der Vorsprung der CDU (42 Prozent) vor der SPD (29) deutlicher als in Gesamtdeutschland. Die Union liegt seit Monaten in Umfragen deutlich vor der SPD.

Eher verhalten äußerten sich die Bürger über die bisherige Arbeit der großen Koalition. 39 Prozent der Befragten sind mit der Arbeit der Bundesregierung zufrieden, ein Prozentpunkt mehr als im April; ein Prozent ist sogar sehr zufrieden. Unverändert 41 Prozent sind weniger und 14 Prozent gar nicht zufrieden, zwei Punkte weniger als im Vormonat.

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