Umfrage
Beck und SPD stürzen in Wählergunst ab

Die SPD und ihr Vorsitzender Kurt Beck im Sinkflug. Nach dem Kurswechsel im Umgang mit der Linkspartei haben die Sozialdemokraten einer Umfrage zufolge an Zustimmung verloren. Sie sackten in einer Umfrage binnen einer Woche um vier Punkte ab.

HB HAMBURG. Die SPD und ihr Vorsitzender Kurt Beck haben nach der Kursänderung im Umgang mit der Linken erheblich an Zustimmung verloren. In der am Mittwoch veröffentlichen wöchentlichen Forsa- Umfrage des Magazins „Stern“ sowie des Fernsehsenders RTL sackte die Partei binnen einer Woche um 4 Punkte auf 24 Prozent ab. Dass Beck Kanzler wird, wollen so wenige Deutsche wie nie zuvor. Die Skepsis gegenüber der Annäherung der SPD an die Linke ist groß.

Von der Schwäche der SPD profitieren Union und Linke, die je 2 Punkte gewinnen. CDU/CSU liegen nun bei 38 Prozent, die Linke erreicht mit 14 Prozent erneut ihren Jahres-Höchstwert. Für die FDP würden wie in der Woche zuvor 10 Prozent stimmen. Die Grünen kletterten um 1 Punkt auf ebenfalls 10 Prozent.

52 Prozent der Bundesbürger sehen die Linke laut einer Forsa- Umfrage für den „Stern“ nicht als Partei an, mit der andere Parteien zusammenarbeiten sollten. 42 Prozent können sich eine Kooperation mit der Linken vorstellen. Auch die Anhänger der SPD sind in dieser Frage gespalten: 48 Prozent halten eine Zusammenarbeit mit der Linken für denkbar, ebenso viele lehnen sie ab.

Dass die SPD-Spitze auch den westlichen Landesverbänden ihrer Partei freie Hand für eine Zusammenarbeit mit der Linken gegeben hat, stößt in der Bevölkerung auf breite Ablehnung. 60 Prozent der Deutschen halten die Entscheidung für falsch, nur 33 Prozent finden sie richtig. Auch viele SPD-Anhänger lehnen den Richtungswechsel ab: 58 Prozent sind gegen, 39 Prozent für eine Annäherung an die Linke.

Nur noch 14 Prozent würden SPD-Chef Beck den Befragungen zufolge direkt zum Kanzler wählen - das sind 4 Prozentpunkte weniger als eine Woche zuvor. Auch im eigenen Lager büßte Beck an Zustimmung ein: Nur noch ein Viertel der SPD-Anhänger spricht sich für ihn als Kanzler aus (minus 6 Punkte im Vergleich zur Vorwoche). Kanzlerin Angela Merkel (CDU) liegt mit 56 Prozent weit vor Beck. Für sie würden sich sogar 40 Prozent der SPD-Wähler entscheiden.

Eine knappe Mehrheit der Bürger möchte, dass Beck SPD-Chef bleibt. Dafür sprachen sich 49 Prozent aus. 43 Prozent sind dafür, dass er den Vorsitz abgibt. 37 Prozent halten den SPD-Chef für machtbewusst, 12 Prozent für stark und 11 Prozent für sympathisch. Dass er auf der Seite der „kleinen Leute“ steht, meinen 8 Prozent der Bundesbürger.

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