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Umfrage: Berliner Grüne erstmals stärker als Wowereit-SPD

Die Grünen wollen den rot-roten Berliner Senat mit dem Versprechen eines neuen Politikstils ablösen - und haben gut Chancen, dass ihnen das auch gelingt. Ein Jahr vor der Abgeordnetenhauswahl sieht eine Umfrage die Grünen erstmals als stärkste Kraft in der Hauptstadt.

HB BERLIN. Sie liegen unverändert bei 27 Prozent und überflügeln damit die SPD, die leicht verliert und 26 Prozent erzielt. Das ergab eine repräsentative Befragung des Instituts Forsa im Auftrag der "Berliner Zeitung".

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Die Grünen wollen den rot-roten Senat mit dem Versprechen eines neuen Politikstils ablösen. "Wir möchten mit der Stadt regieren und uns für eine neue politische Kultur der Gemeinsamkeit einsetzen", heißt es im Beschluss einer Klausurtagung, den die Fraktion am Dienstag verbreitete.

Der Berliner Politologe Nils Diederich erklärte, dass die guten Umfrageergebnisse der Grünen nicht unbedingt etwas mit einem Stimmenzuwachs der Partei zu tun hätten. Es handle sich eher um eine Fluchtbewegung weg von CDU und SPD in die Enthaltung. Diese Stimmen würden bei der Art von Berechnung ja nicht berücksichtigt, sagte Diederich dem Radiosender 104.6 RTL.

Diederich sieht aber gute Chancen für einen Wahlerfolg der Grünen, sollte die Fraktionschefin im Bundestag, Renate Künast, als Spitzenkandidatin antreten. Bei einer Direktwahl des Regierenden Bürgermeisters lägen Amtsinhaber Klaus Wowereit (SPD) und Künast laut Umfrage mit 40 Prozent der Stimmen gleichauf. Wenn am Sonntag ein Parlament gewählt würde, hätte die CDU unverändert 17 Prozent und die Linkspartei 16 Prozent (plus ein Punkt). Die FDP würde mit unverändert vier Prozent den Einzug ins Abgeordnetenhaus verpassen.

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