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Umfrage: Bürger beklagen Informationssalat bei Ehec

Die Mehrheit der Deutschen hat wegen der Ehec-Epidemie die Essgewohnheiten verändert, wie eine Umfrage belegt. Allerdings fühlen sich die Bürger von den Behörden allein gelassen und widersprüchlich informiert.

Kunde im Supermarkt: Viele beklagen sich über die schlechte Informationspolitik. Quelle: dpa
Kunde im Supermarkt: Viele beklagen sich über die schlechte Informationspolitik. Quelle: dpa

HamburgDie Mehrheit der Deutschen ist unzufrieden mit dem Krisenmanagement der Bundesregierung bei der EHEC-Epidemie. Nach einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage für das Magazin „Stern“ bewerten es 35 Prozent der Bürger als „weniger gut“ und 23 Prozent als „schlecht“. Nur eine Minderheit ist mit dem Krisenmanagement zufrieden. 35 Prozent beurteilen es als „gut“, vier Prozent bezeichnen es als „sehr gut“.

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Besonders groß ist der Erhebung zufolge der Unmut hinsichtlich der Informationspolitik. 44 Prozent klagen, es habe zu viele Hinweise gegeben. 21 Prozent wiederum fühlen sich nicht gut genug unterrichtet. 31 Prozent der Bürger hingegen sagen, sie seien angemessen informiert worden.

Zum Höhepunkt der EHEC-Krise haben die meisten Bürger laut Umfrage ihre Essgewohnheiten geändert. 58 Prozent sagten, sie hätten auf bestimmte Gemüsesorten verzichtet. Bei den Frauen taten dies 65 Prozent, bei den Männern 50 Prozent. Und 40 Prozent aller Befragten gaben an, sie hätten sich häufiger als sonst die Hände gewaschen. Bei den Frauen machten dies 44 Prozent, bei den Männern 35 Prozent.

Für die Umfrage wurden 1.003 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger am 8. und 9. Juni befragt.

  • 15.06.2011, 13:12 UhrAnonymer Benutzer: margit

    Ich fühle mich überhaupt nicht informiert, seit Tagen hört man nur, dass der Erreger von Sprossen übertragen wird. Es erscheint mir mehr als dubios, wenn auf den Sprossen nichts gefunden wird. Den Fund in der Mülltonne zähle ich nicht mit, in einer Mülltonne befindet sich Abfall, keiner hat eine Ahnung wie die Sprossen mit dem EHEC Erreger verunreinigt wurden. Vielleicht hat jemand aus der Familie in Bonn die Sprossen verunreinigt.

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