Umfrage

Bürger wollen Kraft als Kanzlerkandidatin

Der souveräne Wahlerfolg von Hannelore Kraft in Düsseldorf führt in der SPD zu einer Diskussion, die sich Kraft selbst verbittet: Viele wünschen sich die wiedergewählte Ministerpräsidentin als Merkel-Herausforderin.
22 Kommentare
Hannelore Kraft (SPD) erlebt derzeit viel Unterstützung aus der eigenen Partei. Quelle: dpa

Hannelore Kraft (SPD) erlebt derzeit viel Unterstützung aus der eigenen Partei.

(Foto: dpa)

BerlinNach dem Wahlerfolg der SPD in Nordrhein-Westfalen werden in der SPD die Rufe nach einer Kanzlerkandidatin Hannelore Kraft immer lauter. „Hannelore Kraft hätte als SPD-Kanzlerkandidatin sehr gute Chancen“, sagte die Vizechefin der SPD-Bundestagsfraktion, Elke Ferner, dem Nachrichtenmagazin „Spiegel“. Auch die Vorsitzende der Parteilinken, Heide Mattheis, erklärte, „vom Typ her“ sei Kraft „imstande, Angela Merkel zu schlagen“.

Auch der Arbeitnehmerflügel der SPD plädiert für eine Kandidatur der nordrhein-westfälischen Ministerpräsidentin für das Kanzleramt. Kraft sei „für die Kanzlerkandidatur nicht nur am geeignetsten“, sondern habe auch „die größten Erfolgschancen“ gegen Merkel, sagte der Vorsitzende des SPD-Arbeitnehmerflügels, Klaus Barthel, der „Bild am Sonntag“.

Laut einer repräsentativen Emnid-Umfrage für die „BamS“ glauben 26 Prozent der Befragten, dass Kraft größere Chancen gegen Kanzlerin Merkel hätte als die Mitglieder der SPD-Troika aus SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier, Ex-Finanzminister Peer Steinbrück und SPD-Parteichef Sigmar Gabriel. Von den 502 Befragten rechneten 18 Prozent Steinmeier, 16 Prozent Steinbrück und elf Prozent Gabriel bessere Chancen gegenüber Merkel aus.

  • afp
Startseite

22 Kommentare zu "Umfrage: Bürger wünschen sich Hannelore Kraft als Kanzlerkandidatin"

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Wir müßten es inzwischen gewohnt sein, daß die Mehrzahl der stimmberechtigten Bürger die Vergabe politischer Mandate mit einer Medienshow a la DSDS oder "Let's dance" verwechseln: Bestes Beispiel stellt die Riege der bisherigen SPD-Kanzler dar, die nun durch die Frau Kraft, die immer noch lächelt und feiert, obwohl in NRW Verschuldung wie in GR herrscht, prolongiert werden soll. Alle(s) nur noch pervers und ekelhaft, politisch Geistkranke.

  • Also SPDGrünCDU Koalition. Darüber läßt sich reden. Opposition machen zusammen Herr Lindner und Herr Gysi und bilden zusammen die Liberal-rote Alternative, die Piraten rufen ahoi und twittern. Die post-politische Aera nimmt endlich ihren vielversprechenden Anfang.

  • Der Traum der Frau Kraft: Einmal im Leben so viele Stimmen auf sich vereinigen zu können, wie die Gruppe der Nichtwähler hat. Macht blos aus so einer unter 25% Frau nicht so einen Hype!

  • Ich bin weder ein Freund von Merkel noch der FDP. Aber Hannelore Kraft steht nun wirklich nur dafür, wie man
    eine Meganeuverschuldung als größten Geistesblitz der Geschichte verkauft. So etwas wird in Nordrhein-Westfalen zwar immer gern gesehen. Langfristig sonderlich wohltuend für den Bürger und das Gemeinwesen ist das aber nicht.
    Stellt man sich dazu noch eine Koalition mit den Grünen
    vor, die Oma Erna lieber aus ihrem selbstgenutzten Haus treiben als darauf zu verzichten Oma Erna Ökonsanierungsmaßnahmen von 60000-80000 Euro aufzubrummen,
    weiß man, was der Normalsterbliche von einem solchen Dreamteam zu erwarten hätte. Frau Kraft mag subjektiv
    sympathisch rüberkommen und schlagfertig sein, in der Substanz aber repräsentiert sie die alte NRW-Krankheit: Schöner Schein aber wenig produktives dahinter. Deshalb fällt NRW auch immer mehr gegenüber den Siegerbundesländern im Süden der Republik zurück.

  • Man muß Ihnen leider zustimmen. Denken ist anstrengend. Noch anstrengender ist sich eine Meinung zu bilden, deren Grundlagen ebenfallls Denkprozesse sind und nicht bloße Sympatien oder Nicht-Sympatien auf Grund von ziemlich sekundären Persönlichkeitsmermalen agierender Politiker. Reiner Intellekt reicht nicht aus, siehe Röttgen, wenn er gepaart ist mit pol. Dummheit und pol. Instinklosigkeit. Das eine schließt das andere leider nicht aus.
    Kritisch wird es, wenn auch Entscheidungsträger mehr emotional wurstig als rational entscheiden und tagespolitische
    oder reine Opportunitätsgründe im Vordergrund stehen.

    Folgeabschätzung für politisches Tun oder Nicht-Tun wird eh nicht mehr geleistet.

  • Jou!
    Eine neue Mami raucht das Land. Die alte Mami ist schon zu bösartig, irgendwie. Meine Traumregierung wäre:
    Bundeskanzlerin: Hannelore Kraft (leicht blondiert)
    Fizekanzlerin und Finanzministerin und Ministerin für Partywesen und Frisurengestaltung: Claudia Roth
    Aussen- und Reichskriegsministerin: Renate Kühnast
    Landwirtschaftsministerin: Claudia Nahles

    Minister für Integration, Religion und Karosseriebau: Horst Seehofer

  • Bitte nicht diese Schulden-Tusse.

  • Also ich weiß ja nicht, wer sich diese inkompetente Gute-Laune-Tante (Gabriel, der schon Niedersachsen finanziell an die Wand gefahren hat, kann das auch) als Kanzlerin haben will. Ich kenne niemanden. Merkel reicht uns, da brauchen wir nicht noch als Steigerung Tante Kraft.

  • bei 82.000.000 bürgern in dieser Republik gibt es sicher einige, die diese Frau als Kanzlerin wünschen, aber die übrigen 81,9 mio Bürger wünschen dies sicher nicht.

  • welche Bürger? reine Stimmungsmache

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%