Umfrage CDU-Wirtschaftsrat Unternehmer mögen AfD lieber als SPD

Die Unionsspitze ignoriert die AfD, der CDU-Wirtschaftsrat sieht das anders: Mitglieder des Unternehmerverbands würden eher mit der Anti-Euro-Partei koalieren als mit der SPD. Die Sozialdemokraten sind denkbar unbeliebt.
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Der Chef der Alternative für Deutschland (AfD), Bernd Lucke: „Trotz der Propaganda der CDU-Führung gelingt es der Partei nicht, die Basis von einer nüchternen und sachlichen Bewertung der politischen Haltung gegenüber der AfD abzubringen.“ Quelle: dpa

Der Chef der Alternative für Deutschland (AfD), Bernd Lucke: „Trotz der Propaganda der CDU-Führung gelingt es der Partei nicht, die Basis von einer nüchternen und sachlichen Bewertung der politischen Haltung gegenüber der AfD abzubringen.“

(Foto: dpa)

BerlinEigentlich hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die Debatte gleich zu Beginn austreten wollen: Am Tag nach der Europawahl verkündete sie in den CDU-Führungsgremien, dass es weiter keine Zusammenarbeit mit der Euro-kritischen AfD geben werde - auch wenn diese mit sieben Prozent ins Europaparlament einziehen konnte. „Einhellig“ sei die Zustimmung gewesen, sagten mehrere Teilnehmer der Sitzungen danach.

Aber nur Tage später zeigte sich schon, dass mit dem Machtwort die Debatte in der Union keineswegs beendet ist. CDU und CSU ringen weiter um den richtigen Umgang mit den Europakritikern. Der mächtige Wirtschafsrat der CDU befeuert die Debatte jetzt noch zusätzlich – mit einer Umfrage unter seinen Mitgliedern, die überraschend AfD-freundliche Ergebnisse zu Tage fördert.

Auf die Frage, welche Koalition Sie künftig auf Bundesebene bevorzugen würden, wünschen sich in der in Kooperation mit dem Institut dimap im Juni 2014 durchgeführten Ergebung unter 2017 Mitgliedern zwar 42 Prozent der Befragten künftig auf Bundesebene wieder eine Schwarz-Gelbe Koalition. 20 Prozent wären auch Schwarz-Grün nicht abgeneigt. An dritter Stelle steht allerdings schon ein mögliches Bündnis mit der erst vor einem Jahr gegründeten Alternative für Deutschland (AfD): 15 Prozent der Mitglieder des Unternehmerverbands können sich demnach eine Koalition aus CDU/CSU und AfD vorstellen. Eine Fortsetzung der Großen Koalition befürworten dagegen nur 8 Prozent.

Die Sympathie der CDU-Wirtschaftsleute für die AfD mit ihrem Vorsitzenden, dem Hamburger Wirtschaftsprofessor Bernd Lucke, dürfte wohl auch mit der wirtschaftspolitischen Kompetenz der Partei zu tun haben. Der frühere Präsident des Bundesverbands der deutschen Industrie (BDI), Hans-Olaf Henkel, ist ebenfalls AfD-Mitglied, genauso wie der umtriebige Tübinger Ökonom Joachim Starbatty. Lucke, Henkel und Starbatty haben mit vier weiteren AfD-Mitgliedern den Einzug ins EU-Parlament geschafft.

Bei der Bewertung des wirtschaftspolitischen Profils der Parteien sieht der CDU-Wirtschaftsrat denn auch die AfD an dritter Stelle hinter der Union und der FDP. Immerhin 26 Prozent der Befragten beurteilen die eurokritische Partei in dieser Hinsicht mit gut oder sehr gut (CDU/CSU: 60 Prozent; FDP: 55 Prozent). Die SPD landet mit 14 Prozent weit abgeschlagen auf Platz vier, dahinter folgen mit 10 Prozent erst die Grünen.

„Für Schwarz-Rot wurde ein sehr hoher Preis gezahlt“
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17 Kommentare zu "Umfrage CDU-Wirtschaftsrat: Unternehmer mögen AfD lieber als SPD"

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  • "....mögen AfD lieber als SPD"

    Als Ex-SPD-Wähler bin ich der gleichen Meinung !

    Was die sogenannten, etablierten Parteien in den letzten Jahren (seit ROT/Grün) rum gemurkst haben, wie u.a. EU/EURO/Schuldenkrise und den Lohn-Dumping-Vandalismus in Europa zugelassen haben, das ist Europa feindlich !!!

    Die schön-blöd Darstellung eines IST-Zustandes in D und Europa dieser Parteien/Medien, sind unerträglich !

    So baut man keine friedliche Zukunft in Europa auf, durch kranken, perversen Lobbyismus !!!

  • @Herr Fred Meisenkaiser
    Und was hat die AfD nun mit den etablierten Parteienfilz im Bundestag zu tun?!
    Die AfD ist doch genau aus diesem Grund heraus gegründet worden, um diesen etablierten Parteien ihren Filz und den Schaden, denn diese Parteien an unserer Gesellschaft angerichtet haben und immer noch anrichten (ESM, EEG usw.) auszutreiben.

  • Die angebliche Wirtschaftskompetenz beweist ja schon die Sprecherin Petry, die nach Jahren des Geld-Verbrennens Pleite ist (Firmen-Pleite und Privat-Insolvenz). Solche Leute wollen Deutschland fuehren - in die Pleite natuerlich...

  • Die AfD ist gut für Außenpolitik, damit unsere Firmen auch noch Morgen produzieren können. Innenpolitisch würde ich die AFD nicht wählen, solange keine direkte Demokratie in Deutschland ist. Die Gefahr das die AfD den Moralischen Ausgleich von kapitalfluss einseitig steuert so wie es die derzeitige Regierung macht ist nicht sinnvoll.
    Wir brauchen eine höhere Binnennachfrage damit sich die Menschen auch wieder Autos kaufen können.
    Durch TTIP wird genau das Gegenteil erreicht, damit werden immer mehr Arbeitsplätze ausgelagert.
    Sinnvoll währen hohe Zölle auf Produkte die wir im Land selber herstellen können.
    Das wir Bananen oder Gas dann Zollfrei einkaufen, weil wir das nun mal nicht haben...!
    Die Politik muss genau festsetzen was wir selber herstellen können und was wir mit anderen Volkswirtschaften Handeln.
    Ich bin ein Gegner von NEO-Kapitalismus !
    Auch Großhandelsketten wie Aldi, Rewe... muss politisch gerügt werden und man muss sie Zwingen Regional einzukaufen um sinnlose Transporte zu vermeiden.
    Ich habe nichts gegen Milliardiäre, solange sie sich das Geld auf anständige Menschenwürdige Weise verdienen, mit Preisen, wo der Unternehmer Leben kann, aber der Arbeiter auch. Und noch mal hier an den Mittelstand : Hört auf das was ich sage, entzieht der Politik (Parteien) das Geld wenn sie weiterhin Deutschlands Arbeitsplätze vernichten und euch als Mittelstand abschaffen wollen. Wer will den hier von ein paar durchgeknallte Großunternehmen wie Monsanto oder auch Beyer die sich über den Gesetz stellen betrogen werden ?
    Denkt endlich nach und wacht auf..!
    Durch einen Schlaganfall kann ich nicht besser schreiben.

  • Ist es möglich, daß es noch Leben gibt in Muttis Handpuppenverein? Gibt es bei den schwarzen Sozialdemokraten noch Reste von ökonomischer Vernunft und Wirtschaftskompetenz? Ich fürchte allerdings, es sind die letzten Zuckungen einer zum Tode geweihten weiteren Linkspartei. Sobald Mutti abtritt, bleibt von der Union nur noch ein leerer Torso, der zombiehaft mit den anderen linken Parteien kuschelt und versucht das Land weiter abzuschaffen.

    Zum Glück gibt es die AfD!

  • " Wenn Sie mit Vollgas gegen eine Mauer rasen, dann würden Sie doch auch erstmal versuchen zu bremsen und ggf. wieder zurückfahren, um dann den richtigen Weg zu nehmen, oder etwa nicht?"
    Die Mauer ist dann erreicht, wenn meinethalben 0,01 % Deutsche 100% des Privatvermögens beitzen! Und bei 2% die 80% haben sind wir schon! Dank schwarz-gelber Politik!
    Ohne Nachfrage gibts keine Marktwirtschaft mehr.

    Wie sagte kürzlich ein Milliardär aus den USA (im Zusammenhang mit Mindestlöhnen in Seattle): es ist derzeit wie Monopoly: Wenn einer alles hat, the game is over! Nur das das dieses Ende im realen Leben der Crash ist!

  • @ Marc Hofmann
    Wenn ich mir als Arbeitnehmer die Taten der letzten Regierungen ansehe: Absenkung des Spitzensteuersatzes, Abschaffung Vermögenssteuer,dramatische Absenkung der Erbschaftssteuer für Millionenerben, Aufgabe des Solidarprinzipes bei den Krankenkassen durch Zuzahlungen etc., Ausgabensteigerungen durch Privatisierungen usw.
    Da fallen die Ausgaben fü EE, Behörden nicht ins Gewicht.
    Das Ergebnis sehen sie doch in der Zuspitzung der Vermögensverteilung: 2% haben 80% des deutschen Vermögens; 60% kein Nennenswertes!
    Die ersten Vorboten des bevorstehenden Kollapses sehen sie bereits an dem einbrechenden PKW-Absatz in Deutschland. Und diese Entwicklung beschleunigt sich noch!

  • Herr Thomas Schmahl:

    nach Jahrzehnten schwarzer Regierungen war es Zeit, daß in Baden Württemberg eine andere Partei an die Regierung kommt. Der schwarze Filz behindert immer noch massiv die aktuelle Regierung. Schauen Sie sich mal den Schuldenberg an der in jahrzehntelanger schwarzer Regierungstätigkeit aufgehäuft wurde und dann schreiben Sie hier nochmal daß die grünen Gutmenschen und die SPD keine Wirtschaftskompetenz haben. . . . .Es benötigt mehr als eine Legislaturperiode um die schwarz/gelben Versäumnisse aufzuarbeiten !!!!!
    Und die Unternehmer sollten sich mal daran erinnern wer in der Vergangenheit massiv die Steuern für Unternehmen gesenkt hat ! Na klingelt´s ? Kleiner Tipp, schwarz/gelb war es nicht . . .

  • Selbstverständlich besitzt die AfD Wirtschaftskompetenz. Entschuldigen Sie bitte, aber wenn Sie hier was anderes behaupten, dann haben Sie den Knall nicht gehört! Es ist eine rechtskonservative Partei mit durchaus sehr vernünftigen Ansätzen und Ausrichtungen. In jedem Fall eine direkte Alternative zu allem, was seit Jahrzehnten auf der Politbühne rumturnt, zumal die sogenannten Etablierten mittlerweile alle das gleiche linke Lied singen. Wenn Sie mit Vollgas gegen eine Mauer rasen, dann würden Sie doch auch erstmal versuchen zu bremsen und ggf. wieder zurückfahren, um dann den richtigen Weg zu nehmen, oder etwa nicht? Das verwechseln Sie offenbar und behaupten was von "rückwärtsgewandtes Verhalten" der AfD. Ne ne, man muss einen Schritt zurück machen, um festgestellte Fehler zu korrigieren. Im Übrigen, auch Sie werden den Aufbruch und den Erfolg der AfD nicht verhindern können!

  • An wenn müssen wir Bürger denn das meiste, dass wir verdient haben abgeben!?
    Steuern, Sozialabgaben, Ökoabgaben, Behördenabgaben usw.usw.
    Wissen Sie, er der größte Profiteure bei einer Lohnerhöhung ist...genau der gierige (Sozial)Staat!
    Denken Sie mal darüber nach, bevor Sie von der freien Marktwirschaft als etwas "Bösen" propagieren.

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