Deutschland

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Umfrage: Dax-Konzerne planen Ausbau von Kinderbetreuung

Während der Staat mit dem Ausbau der Kitas kaum vorankommt, setzen die großen deutschen Unternehmen auf Familienfreundlichkeit. Sie planen einen massiven Ausbau von Kitas- und Kinderkrippen an ihren Firmenstandorten.

Mit Papi zur Firma fahren: Die großen Unternehmen wollen ihr Angebot an Kinderbetreuung ausbauen. Quelle: dpa
Mit Papi zur Firma fahren: Die großen Unternehmen wollen ihr Angebot an Kinderbetreuung ausbauen. Quelle: dpa

BerlinWie die „Welt am Sonntag“ in einer Umfrage unter den im Leitindex Dax-30 notierten Konzernen erfuhr, bauen zahlreichen Unternehmen neue Kinderbetreuungseinrichtungen. Viele Unternehmen erklärten, sie würden das Angebot laufend dem Bedarf anpassen.

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Bundestag Weitere 580 Millionen Euro für Kita-Ausbau

Mit dem Geld sollen 30.000 zusätzliche Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren entstehen.

Der Staat allein kommt mit dem Ausbau der Plätze dem Bedarf bislang nicht nach. Zwar gilt ab dem Sommer 2013 deutschlandweit ein Rechtsanspruch auf Kinderbetreuungsplätze. Allerdings zeichnet sich schon jetzt ab, dass die flächendeckende Betreuung voraussichtlich nicht zu schaffen sein wird. Zuletzt hatte das Statistische Bundesamt eine Betreuungslücke von 220.000 Plätzen für Kleinkinder ermittelt.

Zu den Unternehmen, die ihr Angebot im kommenden Jahr ausbauen wollen, zählen Adidas (von derzeit 12 auf 110), BASF (214 auf 394), Beiersdorf (von 56 auf 100), Henkel (von 160 auf 240), Lanxess (von 50 auf 100), SAP (von 220 auf 300) sowie ThyssenKrupp (von 90 auf 130). Bis 2014 möchte die Commerzbank das Angebot von 260 auf 340 Plätze ausbauen und Autobauer Daimler von 470 auf 570 Plätze kommen. Bis 2015 plant der Elektronikkonzern Siemens den Ausbau von aktuell 1.100 auf 2.000 Plätze.

 

  • 02.01.2013, 09:48 UhrAnnablume

    Ich bin entsetzt über die ersten drei Beiträge und das Misstrauen. Ich habe einen vollkommen anderen Blick auf das Angebot einer betrieblichen Kinderbetreuung. In vielen betrieblichen Einrichtungen profitieren Eltern und ihre Kinder davon, dass ausschließlich pädagogische Fachkräfte eingesetzt werden, die Haltung zum Kind von Unterstützung geprägt ist, eine sehr gute Ausstattung vorliegt, die Nähe zum Arbeitsplatz mehr Familienzeit ermöglicht. Und es wird nicht unterschieden zwischen dem Kind eines Lieferanten oder einer Führungskraft - grundsätzlich haben alle Zugang. Ggfs. sind nur die Elternbeiträge für die Führungskraft höher...

  • 30.12.2012, 11:44 Uhrsoistes

    ihre kritische Haltung kann ich nachvollziehen. Ich selbst würde auch ein Angebot meines Arbeitgebers aus Angst vor Vereinnahmung der gesamten Familie nicht in Anspruch nehmen. Mich schreckt schon ab das manche Firmen meinen, dort künftigen Nachwuchs rekrutieren zu wollen und entspr. Einfluss auf das Bildungsprogramm nehmen.

    eine solche Kita käme für mich nicht in Frage und auch die Nähe zum Arbeitsplatz wiegt das Misstrauen nicht auf.

    auch soll jede Mutter weiterhin das Recht auf Teilzeitarbeit haben. Jeder soll gefälligst Wahlfreiheit haben und selbst entscheiden wie er leben möchte. Ich befürchte, dass man Eltern nachher unter Druck setzt durch das zunehmende Angebot nach dem Motto - ihr Kind muss 42 Std-Woche in der Kita bleiben da wir sie sonst entlassen, wenn sie nur Teilzeit arbeiten wollen.

  • 30.12.2012, 11:35 UhrVater

    Dürfen die Kinder der Lieferanten dann auch dort hin?
    Oder sind die Einrichtungen nur der elitären Klasse der Dax-Konzern-Mitarbeiter vorbehalten?

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