Umfrage der Handelskammer
US-Firmen warnen vor Fachkräftemangel in Deutschland

Dutzende US-Firmen haben sich in Deutschland niedergelassen. Trotz der Attraktivität des Standorts haben sie das ein oder andere auszusetzen. Sie fordern Reformen – sind jedoch skeptisch, ob's nach der Wahl dazu kommt.
  • 10

BerlinNach einem durchschnittlichen 2012 blicken die amerikanischen Unternehmen in Deutschland optimistisch ins Jahr 2013. Zwei Drittel der US-Unternehmen rechnet für 2013 mit steigenden Umsätzen, jedes Dritte will sogar noch zusätzliche Mitarbeiter einstellen. Das sind die Kernergebnisse des 10. Business Barometers, das von der Amerikanischen Handelskammer in Deutschland (AmCham) erarbeitet und am Mittwoch in Berlin vorgestellt wurde.

Die Kammer befragte mit der Strategieberatung Roland Berger rund 58 in Deutschland ansässige US-Firmen, die gemeinsam fast eine Viertelmillion Mitarbeiter beschäftigen und 95 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaften. Zu den prominentesten Teilnehmern zählen Coca-Cola, Procter & Gamble und Microsoft.

„Die US-Investoren glauben an ein gutes Jahr 2013. Sie sind nach wie vor beeindruckt von der inneren Stärke des Standorts Deutschlands“, sagt Bernhard Mattes, Vize-Präsident der amerikanischen Handelskammer in Deutschland. „Wenn jedes dritte Unternehmen in diesem Jahr seine Investitionen und seine Belegschaft aufstocken will und wenn zwei von drei Unternehmen höhere Umsätze als im Vorjahr erwarten – dann drückt das auch große Zuversicht aus, dass Deutschland ein hochattraktiver Standort im internationalen Vergleich bleiben wird.“

Das Jahr 2012 verlief für die US-Unternehmen in Punkto Umsatz und Investitionen hingegen etwas weniger erfolgreich, etliche Firmen blieben hinter ihren Wachstumsplänen zurück. Waren 81 Prozent der Befragten im Jahr 2012 von steigenden Umsätzen ausgegangen, gingen diese Erfolgsaussichten tatsächlich nur in 50 Prozent der Fälle auf.

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US-Firmen warnen vor Fachkräftemangel in Deutschland

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Standort D nach wie vor attraktiv

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Forderung nach Reformen

Kommentare zu " Umfrage der Handelskammer: US-Firmen warnen vor Fachkräftemangel in Deutschland"

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  • US-Firmen warnen vor Fachkräftemangel in Deutschland!
    Ist diese Aussage der neue Führungsstiehl nach der Präsidentenwahl?
    Seit wann haben US-Firmen interessedaran, sich um unseren sogenannten Fachkräftemangel zu kümmern?
    Sind dies die Aussagen der Besatzungsmacht USA?
    Benötigen die US-Firmen noch mehr deutsche Facharbeitersklaven?
    Ich würde den US-Firmen dringend raten, sich um ihre Unternehmen zu kümmern, und die erreichten deutschen Standards und Sozialleistungen in ihren Unternehmen einführen.
    Es klingt wie zu Adenauers Zeit, als er gezwungen wurde, Gastarbeiter in die BRD zu holen, auf Druck der der Sieger-Freunde.
    Ich dachte Sklaven und Frondienst in der BRD sind verboten?
    Oder ist dies der Hinweis an die deutsche Bevölkerung, dass wir laut Aussage des US-Präsidenten Obama bis 2099 ein besetztes Land sind?

  • Es gibt keinen Fachkräftemangel in Deutschland
    Es gibt keinen Fachkräftemangel in Deutschland
    Es gibt keinen Fachkräftemangel in Deutschland

    Die Behauptung des Fachkräftemangels wurde immer wieder wieder als Lüge entlarvt, siehe z. B.
    http://www.spiegel.de/karriere/berufsstart/fachkraeftemangel-wer-hat-angst-vor-der-killerstatistik-a-791288.html

    Und selbst wenn es ihn gäbe, heißt das noch lange nicht, dass für seine Bekämpfung auf Zuwanderung angewiesen sei.

    Der Fachkräftemangel ist von Großkapital und Großindustrie verbreite Lüge, um Zuwanderung zu rechtfertigen, durch die Lohndumpin und Arbeitnehmerrechtabbau forciert werden soll. Eine Zuwanderung die dem Gemeinwesen und ganz besonders der unteren Schichten schadet.
    Hier zeit sich auch, wie wenig die heutigen Linken als Interessensvertreter der unteren Schichten und Arbeiter und Gegengewicht zum Großkapital und deren Agenda taugen. Im Gegenteil, die heutigen Linken, die ohnehin mehr kulturelle Linke ("Politisch-Korrekte", "Kulturmarxisten", "Gutmenschen), sind als ökonomische Linke haben dem Großkapital mit ihrem Multikulturalismus und nationalen Selbsthass nichts mehr entgegen-zuhalten.



  • Lohndrücken auch für Hochqualifizierte haben wir schon seit vielen Jahren. Auch die Anwerbung von qualifizierten Ausländern scheitert in der Zwischenzeit an den miesen Arbeitsbedingungen am Standörtchen. Darum geht es also nur noch am Rand. Der Grund ist aktuell ein anderer. Die transportierte Aussage lautet: Fachkräfte werden nicht freigesetzt sondern ausgemangelt, in der berühmt-berüchtigten Fachkräftemangel. Wärst Du Fachkraft würden wir Dich weiter ausmangeln und nicht freisetzen. Selber schuld und Tschüss! Die Arien aus der Fachkräftemangel erschallen zu Zeiten von Personalabbau besonders schrill. Der Zusammenhang ist statistisch signifikant und korreliert noch mit einigen anderen propagandistischen Ereignissen.

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