Umfrage: Deutsche sorgen sich um die Rente

Umfrage
Deutsche sorgen sich um die Rente

Wenn es um die Rente geht, sind sich die Menschen in Deutschland sicher: Der Ruhestand fängt immer später an, die Rente schrumpft. Eine Umfrage offenbart großen Pessimismus.
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GüterslohDie Rente ist nach Ansicht einer Mehrheit in Deutschland alles andere als sicher. 52 Prozent rechnen damit, dass die Menschen in 20 Jahren erst mit 69 Jahren oder mehr in Rente gehen können, heißt es in einer am Montag veröffentlichten Infas-Umfrage im Auftrag der Bertelsmann Stiftung. Am liebsten würden sie aber mit 63 aufhören zu arbeiten. Und drei von vier Befragten glauben, dass in zwanzig Jahren selbst eine Kombination aus gesetzlicher Rente und betrieblicher wie privater Altersvorsorge den Lebensstandard der Rentner nicht mehr sichern wird. Im September und Oktober 2012 waren 1004 Erwachsene befragt worden.

Wenn die gesetzliche Rentenversicherung reformiert werden muss, plädiert die Mehrheit (53 Prozent) der Befragten für eine Beibehaltung der Rentenniveaus. 29 Prozent sind gegen eine Erhöhung des Rentenalters und 15 Prozent lehnen einen höheren Rentenbeitragssatz ab.

Große Einigkeit besteht dagegen bei der Zustimmung zu einem solidarischen und leistungsabhängigen Rentensystem. 80 Prozent fordern die Mitgliedspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung auch für Selbstständige. Eine knappe Mehrheit spricht sich gegen eine allgemeine Pflicht zur zusätzlichen privaten Altersversorgung aus, aber für eine Pflicht zur ergänzenden betrieblichen Alterssicherung. 87 Prozent halten eine Rentenaufstockung für Geringverdiener grundsätzlich für richtig.

Für den Stiftungs-Vorsitzenden Aart De Geus sind die Menschen in „einem echten Dilemma“. „Sie erwarten mittelfristig ein höheres Renteneintrittsalter, sehen sich angesichts der beruflichen Belastungen aber nur bedingt in der Lage, länger zu arbeiten.“

Seit 2012 wird das Renteneintrittsalter bis zum Jahr 2029 schrittweise auf 67 Jahre angehoben.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Umfrage: Deutsche sorgen sich um die Rente"

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  • ist doch schlimm genug wenn wir alte kranke Menschen in Mülleimern nach Flaschenpfand suchen sehen da stimmt doch was nicht in diesem Land oder?Die einen wissen nicht wohin mit ihrem Geld die anderen sammeln die kippen aus öffentlichen Aschenbechern.Meine Mutter bekommt mit 51 Jahren erwerbminderungsrente von 740 Euro das ist zuviel zum Sterben aber zu wenig zum Leben.Abzüglich der Miete hat sie weniger als ein hartz 4 empfänger.Traurig ist das wenn mann in den medien sieht wie millionen im sand gesetzt werden und das volk leben muss am existenzminimum.warum schauen wir menschen da zu ohne etwas dagegen zu unternehmen?die vielen sklaven die für 800 euro netto ihre gesundheit ruinieren für die Wirtschaft nur um Konkurensfähig gegenüber der weltwirtschaft zu sein ist es das wert?Sie werden auch nur eine kleinst rente erhalten.anscheinend sind wir deutsche so reich das wir uns so ein verhalten leisten können ohne rücksicht auf alte oder kranke Bürger.nur arbeit zählt in Deutschland wer macht es am besten den anderen auszubeuten so ist das spiel.So eine art monopoly wer am meisten hat kann die anderen abzocken da ist kein platz für schwache,alte oder kranke.Denkt daran mann kann geld nicht mit in den himmel nehmen.

  • genau richtig, nur die "pol. Eliten" wollen es offensichtlich nicht versthen.

  • Hermann
    es geht gar nicht nur um die zu wenigen Kinder.
    Es geht in erster Linie mal darum, dass usnere Rentenvers. mißbraucht wird vom Staat
    Millionen erhalten Rente, die nie eingezahlt haben, das muß zwangsläufig zu niedrigeren Renten führen.
    Wie oft soll ich denn die Liste noch einstellen?

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