Umfrage: Deutsche zweifeln am Aufschwung

Umfrage
Deutsche zweifeln am Aufschwung

Führende Wirtschaftsinstitute rechnen 2006 mit einem Schub für die Konjunktur. Doch die Mehrheit der Deutschen ist einer Umfrage zufolge überwiegend skeptisch. Besonders pessimistisch wird die wirtschaftliche Entwicklung von den Jüngeren beurteilt.

HB HAMBURG. In einer eine Forsa-Umfrage für den „Stern“ sagten nur 44 Prozent, sie glaubten an einen Aufschwung in diesem Jahr. 54 Prozent rechnen dagegen nicht damit, dass es 2006 mit der Wirtschaft aufwärts gehen wird. Unentschieden sind 2 Prozent.

Vor allem die Jüngeren zweifeln an einer baldigen Besserung: Von den unter 30-Jährigen glauben 60 Prozent nicht an einen Aufschwung in diesem Jahr, bei den 30- bis 44-Jährigen sind es 61 Prozent, bei den 45- bis 59-Jährigen 57 Prozent. In der Mehrheit optimistisch sind nur die Menschen über 60 Jahre: 59 Prozent dieser Gruppe sind überzeugt, dass es wirtschaftlich voran gehen wird, 40 Prozent halten dies für unrealistisch.

In diesem Zusammenhang ließ Forsa auch die Parteien bewerten. Wäre am nächsten Sonntag Bundestagswahl, läge die Union mit 37 Prozent unverändert vorne, die SPD fiel im Vergleich zur Vorwoche um einen Punkt auf 31 Prozent. Die FDP verbesserte sich um einen Punkt auf 11 Prozent. Die Linkspartei liegt wie in der Vorwoche bei 8 Prozent, die Grünen verloren einen Punkt auf 8 Prozent. Auf „Sonstige Parteien“ entfallen 5 Prozent. Unentschlossen zeigten sich 21 Prozent der Befragten.

Von Wirtschaftsexperten werden die Konjunktur-Aussichten für dieses Jahr überwiegend positiv beurteilt. Alle sechs führenden deutschen Wirtschaftsinstitute haben ihre Konjunkturprognose für 2006 erhöht. Die Die Forscher begründen ihren Optimismus damit, dass das internationale Umfeld zu Beginn dieses Jahres insgesamt günstig sei, der Welthandel weiter kräftig wachsen werde, der Ölpreis gesunken und der Euro-Wechselkurs günstiger sei als zu Beginn des vorigen Jahres. Die Verbesserung der Abschreibungsbedingungen sowie das Investitionsprogramm der neuen Bundesregierung, wirkten positiv auf die Binnenkonjunktur. Allerdings warnen viele Experten vor einem „Strohfeuereffekt“. Schon 2007 könne die Mehrwertsteuererhöhung den privaten Konsum erneut bremsen und die Inflation auf knapp drei Prozent erhöhen.

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