Umfrage-Einbruch
FDP im Abwärtsstrudel

Schlag für Westerwelles FDP: Wenige Tage nach der Regierungsbildung müssen die Liberalen erneut ein sattes Minus in der Wählergunst hinnehmen und rangieren nun deutlich unter ihrem Wahlergebnis. Auch die Ministerriege schneidet durchweg schlecht ab, weder Brüderle noch Rösler werden Großtaten zugetraut.
  • 1

HB HAMBURG. Die Zustimmung der Wähler für die FDP ist in der ersten Regierungswoche von Schwarz-Gelb nochmal deutlich gesunken. Im „Stern-RTL-Wahltrend“ erreicht die FDP nach einem Minus von drei Punkten nur noch zwölf Prozent und damit ihren schlechtesten Wert in diesem Jahr. Sie liegt nun bei der Sonntagsfrage gleichauf mit Linken und Grünen, deren Werte sich gegenüber der Vorwoche nicht veränderten. Jeweils einen Prozentpunkt zulegen konnten die Union (36 Prozent) und die SPD (21 Prozent). Die sonstigen Parteien kommen auf sieben Prozent (plus eins). Schon beim ZDF-Politbarometer vor wenigen Tagen büßten die Liberalen in der politischen Stimmung drei Prozentpunkte ein und kamen auf elf Prozent.

Schlechte Werte erhalten auch die Minister der FDP. In einer weiteren Forsa-Umfrage wollte der „Stern“ von den Befragten wissen, wie viel Zutrauen sie zu den neuen Ministern haben. Besonders schlecht schneidet Wirtschaftsminister Rainer Brüderle ab. Lediglich 29 Prozent glauben, der FDP-Politiker könne dazu beitragen, dass die Wirtschaft wieder anzieht. 48 Prozent glauben das nicht. Selbst von den FDP-Anhängern haben nur 35 Prozent Zutrauen, 57 Prozent glauben dagegen nicht, dass Brüderle für den Aufschwung sorgen kann.

Dass Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) dazu beitragen kann, dass die Gesundheitsversorgung bezahlbar bleibt, glauben 36 Prozent (nein: 47 Prozent). In der eigenen Anhängerschaft halten sich Zuversicht (46 Prozent) und Skepsis (48 Prozent) die Waage.

Dem neuen Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) trauen 41 Prozent zu, dass er das Steuersystem gerechter machen wird. Mit 50 Prozent ist allerdings auch der Anteil der Nein-Sager hier höher.

Für den Wahltrend befragte Forsa 2503 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger vom 26. bis 30. Oktober. An der Minister-Umfrage nahmen 1005 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger am 29. und 30. Oktober teil.

Kommentare zu " Umfrage-Einbruch: FDP im Abwärtsstrudel"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Stolperfalle,

    FDP bekommt die eigene Farbe zu spüren, nähmlich die Gelbe Karte. Mit dieser Farbe, können sich indentifizieren.Da musste so kommen.

    Die Gesundheitsreform wird nicht die Letzte sein die verabschiedet wird(Wetten Wir), von unseren neu (Fidschi - Spitzname hat er schon).Herr Philipp Rösler (FDP).

    Unser neuer bruder, Herr Rainer brüderle Wirtschaftminister wird auch vieles in der bahn der Skepsis sich unterwerfen müssen. Leider für UNS diese und auch von mir die Prognose gestellt.Übrigens mein Spitznahme ist: " Der Fingerklopper“

    Neue besen sollen eigentlich gut kehren ertönt das Sprichwort, aber momentanes Unterfangen der neuen Regierung ist: Neu kehren aber nicht wegschaufeln das Problem sondern untern Teppich. Teppich wieder aufdecken aber Später. Später ist so: den letzten erwischt es immer,in unseren Fall ist es der Steuerzahler. Der Steuerzahler deckt alle Probleme auf, löst es, mit seine Arbeitskraft aber spiegelverkehrt werden die Haufen unter dem Teppich Stolperfallen sein.Werden darüber Stolpern und die nachkommenden Generationen auch. Das Problem Stolperfalle im Moment sehe ich noch keine Lösung in sicht, damit wir unsere Schuldenlast endlich wie nämlich geplant abbauen können.Nicht mehr darüber zu stolpern.

    Mfg

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%