Umfrage

FDP legt auf sieben Prozent zu

Die Liberalen befinden sich im Aufwind: Wäre am Sonntag Bundestagswahl, würde die FDP einer aktuellen Umfrage zufolge sieben Prozent erreichen. Das ist der beste Wert seit fünf Jahren. Die Union rutscht dagegen ab.
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Die Umfragewerte sehen wieder gut aus. Quelle: dpa
FDP-Chef Christian Lindner

Die Umfragewerte sehen wieder gut aus.

(Foto: dpa)

BerlinDie FDP hat in einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage einen Zuspruch von sieben Prozent erreicht. Das sei der beste Wert der Liberalen im Stern-RTL-Wahltrend seit Juni 2010, teilten die Unternehmen mit. Der Zuwachs der FDP geht demnach offenbar zu Lasten der Unionsparteien CDU und CSU, die zum ersten Mal seit Juni 2014 wieder unter die 40-Prozent-Marke auf 39 Prozent fielen.

Die SPD verbesserte sich der Umfrage zufolge im Vergleich zur Vorwoche leicht auf 23 Prozent. Die Grünen blieben bei elf und die Linke bei neun Prozent. Die von heftigen innerparteilichen Querelen gezeichnete AfD rutschte in der Umfrage auf vier Prozent ab.

Das Forsa-Institut befragte vom 18. bis 22. Mai im Auftrag des Magazins "Stern" und des Fernsehsenders RTL 2503 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger.

  • afp
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7 Kommentare zu "Umfrage: FDP legt auf sieben Prozent zu"

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  • Und dass es lästig aber leider notwendig ist diesen Leuten, die sich einem da mit ihrem Wunschdenken aufdrängen, etwas entgegenzusetzen. Das ist das Schicksal einer liberalen Partei, sie ist kein ideologisch motivierter Konstrukteur sondern ein technokratischer Bewahrer und Förderer von individueller Freiheit. Gerade darum wird sie von den Linken so angefeindet, weil sie sich deren Versuchen auf Eingriffen, Leiten und Lenken und dem leichtfertigen Umgang mit gesellschaftlichen Mitteln entgegenstellt.

  • Tja, langsam erholt sich die Partei. Wenn der Sozialdemokratie nicht einfällt wie sie das bürgerliche Lager dauerhaft schwäche kann, dann werden diejenigen welche die FDP bei der letzten Wahl noch abstraften wie so oft eine taktische Investition tätigen um die Liberalen mit an Bord zu holen. Schon beim letzten mal ist die CDU nur knapp an der absoluten Mehrheit an Mandaten vorbeigeschliffen. Die AfD wird zerfallen, die rechtsliberalen um Lucke sind zu wenige um genügen Stimmen aufzubringen und der rechtskonservative Rest zu polarisiert um als Partei bestehen zu können. Dieser nationalliberale Versuch ist am Widerstand des Establishments gescheitert.
    Zweifelsohne war das Scheitern der FDP eine nötige Warnung an die Partei sich künftig keine Schnitzer erlauben zu können. Es gibt viele Menschen in Deutschland mit einer grundsätzlich liberalen Lebenseinstellung und die brauchen eine seriöse Partei, einen Patron ihrer Interessen.
    Nationaler Liberalismus ist ein zweifelhafter Liberalismus, ein überwiegend auf die Wirtschaft bezogener und kein echter gesellschaftlicher Liberalismus.
    Der öko-soziale Liberalismus der Grünen ist scheinheilig, da er zur Verwirklichung eines ideologischen Weltbildes vor aktiver Einflussnahme auf das Bewusstsein der Menschen, der Ökonomie und Gesellschaftsstruktur nicht zurückschreckt. Er will die Menschen formen und an das angestrebte Gesellschaftsziel anpassen. Er kann also nur als propagierter Liberalismus, nicht aber als wirklicher betrachtet werden.
    Es gibt somit nur eine bürgerlich liberale Partei, wer sich ernsthaft mit ihr auseinandersetzt und nicht nur auf die einseitig destruktive Propaganda von rechts und vor allem von links achtet. Der wird recht schnell erkennen, dass diese Partei nicht so ist wie ihre Gegner sie gerne darstellen. Jeder Liberale weiß, dass es schwer ist sich einer Masse von Partikularinteressen, Diktate und Zwänge Dritter und hysterischen oberflächlichen Meinungen zu entziehen.

  • was kostet das nur laufend mit 7% genannt zu werden wo schätzungsweise 6% leihstimmen sind?

  • Wozu wird diese profillose Spaßpartei namens FDP noch gebraucht ? Eine Partei, die nur noch mit schrillen, weiblichen Spitzenkandidaten Stimmen holen kann, aber nicht mehr mit Sachargumenten, hat keine Daseinsberechtigung mehr. Und dann dieses Bübchen namens Lindner, genauso unfähig, blaß und hilflos wie sein Vorgänger Rösler. Lindner kann ja ganz gut schwätzen, aber überzeugende Argumente in Sachen Eurorettung, Islamisierung, Asylchaos hat er nicht. Die FDP hatte mal starke Persönlichkeiten: Heuss, Friedrichs, Lambsdorff, Dahrendorf, teilweise auch Genscher, Gerhard war auch nicht schlecht. Aber seit Westerwelle ist die FDP zur reinen Spaßpartei geworden. Die Partei muß sich erst bei den nächsten Lantagswahlen in RP und BW beweisen. Hier handelt es sich um Flächenländer und nicht um Städte.

  • "durchaus sympathischen Herrn Lindner"
    Hat der schon mal gearbeitet? Schon irgendetwas für andere geleistet, außer für die Lobbyisten?

  • Die Partei der Besserverdienenden ist wieder da! Da wird bald alles besser: Die Reichen können sich wider ihre Gesetze kaufen - wie beim Mövenpickgesetz; TTIP kommt und die Rente mit 80 wird es auch bald geben!

    Alles gut für die Reichen!

  • Hurra, die FDP ist wieder da - zumindest in den Umfragen. Beim Deutschlandtrend in der letzten Woche waren es noch 5 Prozent, in der RTL - Stern Umfrage kommt die FDP gar auf 7 Prozent. Setzt sich dieser Trend graduell bis zur nächsten Bundestagswahl fort, steht gar zu befürchten, daß die Partei den Kanzler stellen kann. Nun wird aber die FDP trotz des schlechten Erscheinungsbilds der Großen Koalition, des Ausfalls der AfD und der letztlich noch nicht geklärten Richtungskämpfe bei den Grünen kaum auf einen kollektiven Gedächtnisverlust aller Wahlberechtigten am Tag der Bundestagswahl setzen können. Und auch die Bemühungen des durchaus sympathischen Herrn Lindner werden kaum reichen, dieser Partei ein neues ernsthaftes Profil zu verschaffen, zumal Permissivität noch kein Program darstellt. Deutschland braucht zwar eine liberale bürgerliche Partei - aber nicht die FDP.

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